besser riester rente oder rentenfonds machen?

Dieses Thema im Forum "Riester-Rente" wurde erstellt von dudley, 04.01.2012.

  1. dudley

    dudley Gast

    steh gerade vor der wahl was ich machen möchte, einen riester renten vertrag oder doch besser einen rentenfonds. was würdet ihr da besser nehmen? da ich noch in der ausbildung bin möchte ich eigentlich nur 15 euro im monat zahlen. hätte ich da überhaupt eine möglichkeit für einen rentenfonds?
     
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  3. #2 Unregistriert, 04.01.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    erstens: Ein Rentenfonds heißt nur so - in Wahrheit investiert diese Art von Fonds bloß in Staatsanleihen. Dort bahnt sich derzeit allerdings eine all-time-high-crisis an (schon liegt die Verzinsung von Bundes"wert"papieren unter der offiziellen Inflation von derzeit 2,8% (ganz neue Zahl))...

    Dann: An Riester führt in der ersten Stufe der gesetzlich geförderten privaten Altersvorsorge (2. Säule) nicht viel vorbei!
    Wer 4% vom Vorjahresbrutto einzahlt, bekommt die staatliche Zulage in Höhe von 154€/p.a. (Mütter für jedes Kind ab Bj. 08 +300,- ; d.h. eine Hausfrau mit 3 Kindern hat bei einem `Huckepackvertag´ ohne eigene Einzahlungen eine Rendite von 1000€...). Zudem lassen sich Beiträge über den 4% von der Steuer absetzen und zwar bis zu 2100,- (minus erwarteter Zulage!)/p.a. .
    Es gibt viele Straßen, aber nicht alle führen nach Rom! Bekanntlich hat es um Riester ein ziemliches Gemauschel in Politik und Wirtschaft gegeben, weshalb man da tierisch aufpassen muß.
    Von den vielen verschiedenen Möglichkeiten wäre ein Fondsparplan für junge Sparer vorteilhaft. Die Chancen auf eine hohe Rendite sind hier besonders stark ausgeprägt und das Risiko schlechter Kursphasen kann dann bequem ausgesessen werden. Problematisch ist die staatliche Beitragsgarantie, die der Anbieter leisten muß. Das hat leider auch in diesem Bereich zu Muffesausen geführt und dazu, daß die meisten Angebote extrem konservativ gestrickt sind; Stichwort Live-Cycle-Modell, also statisch zunehmende Anleiheanteile mit Fortschreiten der Spardauer, meist bis 100% zum Schluß...Deswegen mußten auch schon eine Menge Fondssparpläne schließen bis jetzt (u.a. BHW, Cominvest, Ebase usw.), weil die Kunden solche Produktschwächen und auch enge, unflexible Vertragsbedingungen, offensichtlich nicht honorieren!
    Zwischen ´05 und 08 hat UnionInvest mit ihrem Modell viele Kunden gewinnen können. Da gab´s in der Krise aber einen mords Skandal: Die situativen Umschichtungen in Anleihen, die zuvor als DAS Felxiblisierungsinstrument massiv beworben worden sind, waren dauerhaft eingerichtet. Heißt soviel wie das praktisch alle Einzahlungen der Sparer bis dahin für den Rest der Zeit, auch in guten Marktphasen, die zwischendurch ja auch schon wieder waren, von zukünftigen Renditechancen ausgeschlossen bleiben. Da ich selber damals auch kurz vor der Zeichnung bei meiner VoBa war, kann ich im Nachhinein glücklich sagen: Gott sei Dank ist der Kelch an mir vorbei gegangen. Dieser Fondsparplan ksotet zudem 5% Ausgabeaufschlag (das ist das, was von jeder Zahlrate vom Anbieter abgezweigt wird...).

    Besser macht ihre Sache die DWS:
    Bei der RiesterRentePremium wird die Einlage im sog. Vorsorgedachfonds angelegt. Das ist ein Aktiendachfonds; die Dinger kosten normalerweise eine doppelte TER (Zielfonds und dann DAchkonstrukt nochmals), aber bei DEM hier ist die TER des Dachfonds auf 1,5% bei den ZIELFONDS gedeckelt, d.h. es gibt hier keine separate Dach-TER, wie das leider in dem Markt üblich ist!
    Eine TER hat praktisch jeder Fonds, das sind die täglich anteilig ausgewiesenen Kosten für Managmententlohnung, Büroausstattung, Prospekterstellung, Werbung etc.
    Ich sage mal 1,5% sind im derzeitigen Marktumfeld ein guter Deal, viele bekannte Aktienfonds tendieren inzwischen in Richtung 2% und außerdem ist ein Tend modern, der sich Performance Fee nennt, also Managerbonus bei Erfolg. Leider ist da u.a. auch UnionInvest inzwischen ziemlich aktiv, z.B. beim UniGlobal...
    Performance-Fees sind normalerweise ungehörig, da sie den Gewinn der Anleger über Markt i.d.R. um etwa 10% schmälern. Den Managerlohn bei einem großen Fonds, der zw. 1 und 5Mrd. verwaltet und eine TER von 2% hat, kannst Du ungefähr schätzen, also die verdienen ja auch im Grundlohn rießige Beträge - also Die müssen ganz bestimmt keine Unterstützung zum Lebensunterhalt beantragen! Daher riechen P-Fs nach Gier. Ein paar benutzen dann eine sog. high-water-mark, also Prämie bloß, wenn der neue Zugewinn über historischen Maximalkursen liegt. Diese Beschränkung ist aber eher selten bei den betreffenden Fonds.
    Also diesbezüglich ist die RRP sauber. Allerdings gibt es auf Zielfondsebene nicht nur DWS-Titel, sondern leider behält es sich der Anbieter vor, Fonds von "Parner-KAGs" (KapitalAnlageGesellschaft) beizumischen; deren TERs sind nicht gedeckelt und P-Fs. nicht grundsaätzlich ausgeschlossen. Also im Bereich bestimmter Beimischungen kann der Vorsorgedachfonds auch teurer sein! Den Fondsmix gestaltet die DWS selbstherrlich, also darauf haben die Anleger keinen Einfluß. Die Gewichtung kann sich laufend ändern. Nur: In diesem Vehikel befinden sich niemals Staatsanleihen!
    Umschichtungen finden hier nur situativ statt - mit 100%iger Rückfahrkarte in Aktien. Zuständig dafür ist bei der RRP der Großrechner im Keller der DB-Towers, der jede Nacht jedes Einzelkonto nach einem I-CCPI- genannten mathematisch-statistischem Modell in Abh, von der Restlaufzeit(!) gewichtet. Dabei gilt für Junge: Krise ist scheiß egal, wird ausgesessen...
    Also im Bereich von 0 bis40-45(?) Jahren bei langfristigen Verträgen (Rente mit 67...) machen wir uns da überhaupt keine Sorgen!
    Problematisch wird es erst, wenn der Server uns auf die "andere Seite" tut. Dann ist es leider schon vorgekommen, daß der scheiß Trendfolgemist umgschichtet hat und wenig später (bei natürlich gestiegenem Aktienkurs...) zurückging; das hat er teilweise bei vielen älteren Kunden bestürzlicherweise in sehr dichten Zyklen getan, so daß der Rückkauf von Aktienanteilen im Endeffekt einen hübschen Verlust generiert hat. Soviel zum I-CCPI, also der Anbieter ist definitiv aufgerufen, das nachzubessern und da nicht mit Scheuklappen zu operieren!!!
    Ansonsten behalten wir uns da staatlich garantierte Recht vor, später halt aus dem Vertag auszusteigen - das kostet hier € 50,95, was gesamtmarklich akzeptabel ist. Wir würden und bis dahin dann eher auf einen RiesterBanksparplan hin orientieren. Die sind schön billig und beiten Älteren, also so ab 45...) gute Rahmenbedingungen bei optimierter Restlaufzeit von 10-15 Jahren. Für jüngere Sparer ist das Modell nicht so geeignet, da eine sehr hohe Rendite hier grundsätzlich nicht zu erwarten ist. Dennoch sind die Banksparpläne interessant,d a sie drastisch billiger sind, als das was die Versicherer da anbieten (die teuerste Riesterversicherung am Markt kostet 12% Gebühren; da gab´s kürzlich zudem noch eine hübsche Affäre: Es wurden stattdessen über längere Zeit 16% in Rechnung gestellt - der Anbieter bittet vielmals um Entschuldigung für das Rechen-Maleur...*hahaha*; zudem liegt die garantierte Zinsung bei dieser Art Altervorsorge inzwischen bei lächerlichen 1,75% -> Hintergrund: Gesetzt sagt, Versicherer muß 88% Staatsanleihen kaufen, gleicher Scheißfilm läuft übrigens im LV-Geschäft...).
    Zu den Abschlußkosten. Also die RRP ist gezillmert, das ist eher ungewöhnlich bei Fondssparplänen, aber die RRP ist eben das "besondere Premiumprodukt" des Hauses...
    Jahresbeitrag*Laufzeit in Jahren*5,5%: Das verteilt auf die ersten 60 Monatsraten sind die Abschlußkosten bei dem Vertag!
    Depotgebühr: 15€/p.a.

    Cheats: Die RRP hatte in 07 ziemliche Startprobleme, also "alle" aktienaffinen Anleger sind zur RaiBa geschwärmt, weil da sie Kosten gestreckt werden...
    Daher hat die DWS das Produkt zusätzlich für freie Vermittler aufgemacht, um quasi die Verkaufsbasis zu erhöhen. Für Die sieht es so aus, daß die DWS den 0,5-Zwirbel aus der Formel einbehält und der Rest als Vermittlungsprovision rausgeht, im Frühjahr des Folgejahres anteilig.
    Der Vermittler AVL-Investments (AnlageVermittlungLange in Weinstadt bei Stuttgt.) hat sich früh um eine Rabattierung des Produktes bemüht: AVL gewährt die gesamte Abchlußprovision ihrer Seite als "Kickback" aufs Girokonto, anteilig im Frühjahr des jeweiligen Folgejahres. Das ist ein bisschen umständlich, aber nach offizieller Lesart GIBT es bei der RRP keine Rabatte; insofern ist das ein maximakles Entgegenkommen hier! Denn zusätzlich wird der AA auf alle Zuzahlungen in Höhe von 5% (die von DWS sind nicht blöd...) - das betriftt auch die Zulage, die nach dem Berechnungsmodell wie eine Einmalanlage daher kommt(...) zu 100% rabbatiert. Anträge holen Sie sich also bitte nur auf der home von AVL und schicken auch dorthin zurück! Niemals direkt beim Anbieter abschließen - das wird teuer! AVL bietet die besten Kondis, andere Vermittler halten sich an die Linie mit "einmaligem Tankgutschein" usw. ...

    Tricks: Bei der RRP ist es möglich, seinen Zahlbeitrag frei zu wählen. Auch nachträglich kann man seine monatliche Zahlrate anpassen - mehr Absicherung gegen Arbeitslosigkeit(...) ist kaum vorstellbar; das geht über das Formular `Anpassung monaltiche Zahlrate´, das man beim DWS-Service anfordern kann und einfach zurückschickt oder halt per Fax.
    Alternativ kann man hier eine Einmalanlage tätigen und jederzeit eine gesonderte Zuzahlung leisten (Formular `Einmalanlage´...).
    Ja, bezahlen geht bei dem Vertrag nur per Lastschrift, im Login können Sie KEINE Aufträge generieren - das geht nur über dieses beschriebene TingelTangel! Bisschen umständlich, aber so sind sie halt...
    Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Also ALLE(!!!) füllen dieses Vertagsformular aus und schreiben bei monatlicher Zahlrate 5€ rein! Das ist der gesetzlich geforderte `Sockelbeitrag´in Hohe von 60€/p.a., die auch Harz4-empfänger leisten müssen, um die Zulage zu bekommen, äh der Rest muß die 4% vom Vorjahresbrutto einzahlen - Achtung bei Lohnerhöhungen!
    Hinterher nach erfolgter Eröffnung fordern Sie halt Ihr Formular an und regeln ihren effektiven Zahlbeitag - Abchlußprovision setzt es bloß auf die Antragswerte; der Rest läuft über 5% AA...

    Fazit: Wir drücken die Gebühren massiv durch einen gesetzlich verbürgten Sockel-Antrag (also bei einem 2100er-Vertrag von einem 18-Jährigen wären das halt schon ein paar Tausender anderweitig...). Den Rest der Abschlußprovison erstattet AVL zu 90,91% (0,5 bleiben bei DWS!). Unsere Änderungen bzw. Zuzahlungen kosten 5% AA, genau wie auf die Zulage, aber das Material erstattet AVL zu 100%! D.h. wir erhalten hier unheimliche Dicountvorteile.
    Der Kickback kommt im Frühjahr eines Folgejahres.
    Bei allem was wir da treiben tun wir übrigens nix illegales, sondern nutzen lediglich staatliche Garantien und Produktvorteile, die der Anbieter darüberhinaus ganz offensiv bewirbt!

    Steuer: Der Kickback ist steuerpflichtig mit persönlichem Satz - "vorzeitige Rentenauszahlung" - haha Witz in Tüten!
    Bitte machen Sie ihre Erklärung sorgfältig und nutzen Sie insbesondere die Z.44 der Anl. R, wo Sie jährlich "Rentner"-Werbekosten in Höhe von 102€ absetzen können...

    Vorsicht vor sog. Fondspolicen! Das sind Fondsparpläne im Versicherungmantel, ultrateuer aber kein Deut weniger riskant als die regulären Fondsparpläne (1,75% garantiert sind gar nix, das macht ein Aktienfondsparplan in jedem Fall auch - langjährig...). D.h. Sie kombinieren hier nur 2 gewichtige Nachteile, nämlich Unflexibilität und Marktrisiko. Fondspolicen sind eine regelrechte Anlegerfalle - im Finanztest werden regelmäßig Opfer dargestellt (natürlich mit deren Einwilligung), hauptsächlich junge Weiber usw. ohne Ahnung von Tuten und Blasen aber hinterher ist man halt immer schlauer, vor allem seit Ministerin Aigner dafür gesorgt hat, daß jetzt immer Alle eine jährliche Aufstellung vom Anbieter bekommen müssen...

    Weitere Info: Es gibt viel Trouble mit den `Dauerzulagenanträgen´ So ein Viech müssen Sie ausfüllen und am Besten mit dem Vertag zusammen einreichen (der Vermittler gibt das weiter, keine Sorge!). Früher mal hatten die Versicherer einen Marktanteil von 95%. Das war quasi ein Monopolmarkt mit den entsprehenden Folgeerscheinungen - Service: Fehlanzeige! Mittlerweile gibt es ca. 1,5 Mio Riesterfondsparpläne, Tendenz steigend, auch Wohriester startet durch. Ich kann nur für die RRP sprechen: Dort sind die Antragsformulare top, also alles drin! Momentan ist es leider am Gesamtmarkt immer noch so, daß potentiell 100.000de ihre Vertäge nicht in Ordnung haben. Die Zualge kann man bis zu 3 Jahre im Nachhinein beantragen. Also ist 08 jetzt futsch - der Staat hat WIEDER einen Mrd.betrge ingespart, weil massenhaft Leute Ihre Anträge nicht in Ordnung haben. Also das Papier,von dem ich schwätze, heißt `Dauerzulagenantrag´. Das Zweite ist die Jahressteuerbescheinigung. Diese weist einige Daten zum Vertag aus, insbesondere den geleisteten Beitrag, den ihr Finanzamt an die zuständige Rentenkammer weiterleitet, damit die beurteilen kann, ob Sie eine Zulage verdient haben; zudem gibt´s die Steuererstattung bis 2100,-/p.a auch nur dann - das heißt Bürokratie, OK?!
    Das Info-Formular muß mit in die Belege zur Steuererklärung, das steht auch Oben drauf - Bescheinigung nach § blabla, für Ihre Steuererklärung (falls Sie, wie bei einem guten Anbeiter, noch ein Exemplar "für Ihre Unterlagen" bekommen)!
    Wenn Sie Keine Zulage bekommen haben - das steht in Ihrer Jahresauflistung, wenn Sie denn eine bekommen haben...: Fordern Sie einen `Dauerzulagenantrag´ beim ANBIETER formlos an und zwar geg. rückwirkend bis nunmehr 2009!
    Wenn Sie das Gefühl haben, daß Sie gar nie informiert werden und auch wenigstens einmal im Jahr keine solch geartete Post bekommen: Wechseln Sie ihren Riestervertag - der Bestandsübertrag ist ebenfalls gesetzlich garantiert. Vorgehensweise: Beim Neuen Anbieter ein Formular `Bestandsübertrag´ anfordern. Das können Sie übrigens auch, wenn Sie eine RRP aus Versehen direkt beim Anbieter abgschlossen habe - das Formular ist bei AVL online - klicken Sie sich durch, einer der grünen Buttons ist es.
     
  4. #3 Claude_W, 06.01.2012
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    Also bei der Riester-Rente kommt es immer ganz auf das Produkt an. Nicht immer lohnen sich die staatlichen Förderungen. Hat nicht eine Verbraucherschutzorganisation vor einiger zeit die Renditen der Riester-Rente aufgezeigt undsie als zu niedrig kritisiert?
     
  5. #4 Unregistriert, 06.01.2012
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    Nix durcheinanderbringen!

    Eine fixierte Rendite gibt es nur bei den Versicherungsangeboten. Natürlich werden Die zurecht als unrentierlich gebrandmarkt. Das war übrigens ein Professor, der diese Studie gemacht hat. Bei den "ältesten" Riestersparer handelt es sich durchweg um Kunden von Versicherungsprodukten. Die waren ja damals bekanntlich schneller draußen mit konkreten Angeboten, als die Zertifizierungsstelle ihre Arbeit aufnehmen konnte. Da wird wieder der Klüngel aus Teilen der Wirtschaft und der Politik sichtbar...

    Bei einem Fondspsparplan hängt alles von der Marktentwicklung ab - eine Ertragsgarantie gibt es NICHT! Andererseits ist auch den Gewinnen keine Grenze gesetzt; insofern kann hier jedes mögliche Ergebnis als -zu niedrig- angesehen werden...
     
  6. #5 Unregistriert, 06.01.2012
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    Wie

    man verhindert, daß die Förderung von den Gebühren aufgefressen wird, habe ich ja weiter Oben beispielhaft ausführlich beschrieben...
     
  7. jamuel

    jamuel Benutzer

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    Zwischen Riester-Rente und Rentenfonds bestehen hier gravierende Unterschiede. Eine Riester-Rente setzt voraus, dass der Vertrag nach dem in die Rente einbezahlt wird oder wurde die Voraussetzungen erfüllt um staatlich gefördert zu werden*. Dies ist bei einem Rentenfonds nicht automatisch gegeben. In aller Regel ist es nur so, dass für Rentenfonds mit dem Versprechen höherer Renditeaussichten als bei einer Riester-Rente geworben wird. Wofür man sich entscheidet ist zum einen eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft und sollte zudem in einem Beratungsgespräch im passenden Rahmen geklärt werden.
     
  8. #7 Claude_W, 11.01.2012
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    Eine gewisse Garantie gibt es auch bei einem Fondssparplan auf Riester-Basis. Hier muss der Anbieter nämlich garantieren, dass man zumindest die eingezahlten Einlagen und die staatlichen Zulagen wiederbekommt.
     
  9. dudley

    dudley Gast

    grundgütiger... das thema hört sich aber sehr komplex an. ich hab bislang nicht viel verstanden, ausser das es wohl verschiedene sachen sind. was jetzt aber besser oder schlechter ist konnte ich jetzt nicht erkennen.

    jetzt nochmal nachgefragt, ein rentenfonds wird nicht staatlich gefördert, ist das richtig?
     
  10. #9 Unregistriert, 16.01.2012
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    Unregistriert Gast

    Richtig!

    staatlich gefördert wird die RiesterRente, die Bruttoentgeltumwandlung, Rürup und noch ein paar Sachen, z.B. Wohnbauprämie oder VL-Sparprämie bei kleinen Einkommen etc.

    Riester:

    -Versicherung -> teuer, unflexibel, Renditegarantie in Höhe von 1,75%, Rausbekommen der Einzahlungen nicht vor Vollendung des 70sten Lebensjahres, geschweige denn Nutzen von Wertsteigerungen; sparer läuft akut Gefahr, auf lange Sicht die Inflaltionsraten zu unterlaufen, auch wegen den Gebühren!

    -Fondsparplan -> preiswert und flexibel, wenn gecheckt wie; Chance auf Wertsteigerung "on the long run", Prob: Keine Garantie außer Beitragssicherheit und ein Teil des Erlöses wird in eine nachgelagerte Versicherung für Rente ab 85 transferiert. Aber: Mögl. zum Umsatteln zu einem späteren Ztpkt. grundsätzlich gegeben...

    -Fondspolice -> kombiniert die Nachteile Kosten/Unflexibilität/Sterbetafeln von Vers. mit dem Marktrisiko bei Fondsparplänen - absolut nicht zu empfehlen, totale Augenwischerei!

    -Banksparplan -> flach gestrickt, sichere Verzinsung, ideal für ältere Arbeitnehmer (ca. ab 50), da zudem meist für Restlaufzeiten von 10-15Jahren optimiert; bundesweites Angebot verfügbar; Nachteile: Zinsung eher überschaubar, intransparente Anlage - "was macht die Bank mit meinem Geld, etwa Rüstungsgeschäfte, chemische Industrie, Pharma, Pornographie, Atomwirtschaft?".

    -WohnRiester -> Ähnlich Bausparvertrag, also 1% Abschlußkosten; Interessant für Häuslebauer, da Förderung sowohl in der Einzahlphase, als auch auf spätere Tilgungsraten - daher wesentlich schnellere Entschuldung möglich; Problem: Hütte muß selbst bewohnt werden, keine Untervermietung oder sonstige Fremd-Nutzung, d.h. maximale Unflexibilität beim hier extraschweren Betongold; keine Cashrente im Alter, sondern nur Vorteil der Mietfreiheit; was soll werden, wenn die Finanzierung scheitert, z.B. Ehescheidung, oder Umzug wegen Beruf? Frage insbesondere nach Finanzkraft zur Instandhaltung im Seniorenalter! Schädliche Verwendung, z.B. Verzicht auf Darlehen oder Veräußerung der Hütte bedingt Rückzahlung der gesamten Förderung auf einen Schlag - 1 Jahr Zeit, ganzen Altersvorsorgebetrag in ein anderes Riesterprodukt zu transferieren, aber: Was wenn bei einer Zwangsversteigerung(...) nur deutlich weniger rauskommt??? *au weia*

    -RiesterBaudarlehen -> 2. große Wechselchance für Inhaber von Riesterfondsparplan für später.
     
  11. #10 Claude_W, 16.01.2012
    Claude_W

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    Hallo,

    eine sehr gute Zusammenstellung. Vielen Dank für diese Übersicht, die sicherlich sehr hilfreich sein dürfte.
     
  12. dudley

    dudley Gast

    so langsam wird das bild klarer. kann man denn zu seinem versicherungsvertreter gehen und bekommt da auch eine gute auskunft oder will der nur seine produkte verkaufen? argumente haben sie ja alle immer FÜR ihre produkte.
     
  13. #12 IGV_ServiceTeam, 17.01.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18.01.2012
    IGV_ServiceTeam

    IGV_ServiceTeam Neuer Benutzer

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    Hallo dudley,
    damit du etwas für die Altersvorsorge machst, solltest du das meiste aus dem wenigen Geld machen, welches du derzeit investieren kannst/willst.

    Den Riestervertrag kannst du auch Fondsgebunden machen. So kombinierst du quasi dein Vorhaben.

    Berechnung kann wie folgt aussehen:
    Beispiel 632 € monatliches Einkommen (Lehrling im Handwerk) = 7.584 € jährliches Einkommen. Davon 4% Eigenbeitrag (Vorgabe, damit man die Zulage von 154 € jährlich bekommt) = 303,36 € - 154 € Zulage = 149,36 € auf 12 Monate geteilt = 12,45€ monatlich. Solltest du das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bekommst du noch als Berufsstarterbonus einmalig 200 € vom Staat in deinen Vertrag gezahlt.

    Weitere Informationen zu verschiedenen Versicherungen [Link entfernt]

    Viele Grüße das
    IGV Service Team
     
  14. #13 Unregistriert, 17.01.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    der Versicherungsmarkler will nur seine Provision abgreifen!
    Die komen dir, wie im Beitrag zuvor sichtbar, mit 1000 Vorteilen und sonst mit nichts.
    Kosten: Erläutern manche, wenn Du sehr hartnäckig nachfragst, andere schweigen selbst dann noch beharrlich.
    Du siehst auch: Um mehr Gewinnanreize zu schaffen, kommen sie gleich mit diesen unmöglichen Fondspolicen, von denen Finanztest jedes Jahr geduldig erläutert, wie schlecht sie prinzipiell sind...
     
  15. Wubbu

    Wubbu Erfahrener Benutzer

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    Hallo IGV_ServiceTeam,

    im Forum sind Werbelinks nicht erwünscht. Bitte künftig auf das Posten von derartigen Links verzichten.
     
  16. #15 Unregistriert, 19.01.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Um die volle Förderung zu bekommen, sind denn da grundsätzlich die 4% vom Netto zu nehmen oder ist das nur in dem Fall so weil es im Beispiel ein Lehrling ist? Mein Versicherungsmakler hat mir gesagt, 4% vom Brutto. Ist das denn nun richtig?
     
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  18. #16 Unregistriert, 19.01.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    die offizielle Ausdrucksweise lautet "4% vom rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommen" - bei 99,9% der Berechtigten wird das nichts anderes sein, als ihr verdammtes Brutto.
    Es gilt der Vorjahreslohn, also aufpassen bei Gehaltserhöhungen etc.; 2011 sind hunderttausenden Riestersparern wegen solcher Detaills die Zulagen gekürzt oder gestrichen worden!
    Eine Sonderregelung für Azubis gibt´s nicht - wo steht das?

    Übrigens gibt es seit 1.1.2012 eine gewichtige Änderung:
    Hausfrauen, die einen sog. >Huckepackvertrag< sparen, kommen nicht mehr ungeschoren davon, sondern müssen nun den Sockelbetrag in Höhe von 60€/p.a. einzahlen. Dies gilt auch für Bestandskundinnen!
    Tut mir sorry, daß das erst jetzt kommt...
    Hausfrauen ohne Einkommen tun ebenfalls gut an Riester:
    -die gesetzliche Rente hinterläßt eine Versorgungslücke auch bei Ihnen!
    -für jeden Balg ab Bj. ´08 bekommen Sie eine Zulagenaufstockung um € 300,-; bei 3 Braten macht das eine Zulage von über €1000,-/p.a. - soviel zahlen manche Einkommensbezieher nicht ein!
     
  19. #17 IGV_ServiceTeam, 20.01.2012
    IGV_ServiceTeam

    IGV_ServiceTeam Neuer Benutzer

    Dabei seit:
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    7
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    Hallo,

    wie schon geschrieben gilt natürlich das Bruttoeinkommen bzw. wie richtig erwähnt das rentenversicherungspflichtige Vorjahreseinkommen!
    Eine Sonderregelung für Azubis gibt es nicht, aber eine Sonderregelung für Berufsstarter! Einfach mal nach "Berufsstarterbonus Riester" googlen!

    Viele Grüße
    IGV_ServiceTeam
     
Thema: besser riester rente oder rentenfonds machen?
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