Betriebe übernehmen nur noch die Hälfte der Lehrlinge unbefristet

Dieses Thema im Forum "Arbeit & Arbeitgeber" wurde erstellt von Newsmaster, 26.06.2012.

  1. #1 Newsmaster, 26.06.2012
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    Nicht einmal die Hälfte der Lehrlinge wird von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen und die wenigsten davon unbefristet. Das hat der DGB in einer Befragung festgestellt und kritisiert die schlechte Fachkräftesicherung.
    Trotzlautstark beklagten Fachkräftemangelsbieten viele Betriebe ihren Auszubildenden keine sichere Perspektive: Nur jeder sechste Lehrling im letzten Ausbildungsjahr hat eine Zusage für eine unbefristete Anstellung in seinem Betrieb, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des DGB ergab. Sie bestätigt demnach die Tendenz, dass gerade junge Menschenzunehmend nur befristete Jobs, Mini- oder Zeitarbeitsjobsbekommen.

    Quelle
     
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  3. #2 Unregistriert, 29.06.2012
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    Unregistriert Gast

    dafür lieber zig aushilfen beschäftigen und sich dann wundern, warum man ständig personalmangel hat. aushilfen nehmen ihren job einfach nicht ernst, kann ich nicht mach ich halt krank, braucht man frei, macht man krank (wenn man es nicht bekommt). dann soll man doch lieber den lehrling übernehmen, das ist dann sein vollzeitjob, der wird sich hüten da blau zu machen.
     
  4. #3 Unregistriert, 29.06.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Dafür

    hat die IGM in ihrem neuen Tarifvertrag vereinbart:
    -die Übernahme der Auszubildenden!

    Natürlich gibt es da einen Kompromiß mit Gesamtmetall:
    -bildet der Betrieb mehr aus, als er selber benötigt (über Bedarf), müssen die übrigen Azubis nach dem Auslernen nicht übernommen werden.
    -nicht übernommen werden muß auch, wenn der Bewerber persönlich ungeeignet ist.
    -alle anderen Azubis der M+E-Industrie müssen nach dem neuen Tarif ein Angebot vorgelegt bekommen, wenn Sie nach der Ausbildung dort 12 Monate irgendwie beschäftigt waren.

    Die Bestimmungen gelten für alle neuen Azubis und diejenigen, die gerade dabei sind, inkl. akuellem Prüfungsjahrgang.


    Die IGM hat auch was zur lieben Leiharbeit vereinbart. Diese Regelung ist in kommenden Außeinandersetzungen jedoch noch ausbaufähig! Erreicht wurde bisher:
    -daß der Betriebsrat künftig dem Einsatz von Leiharbeit zustimmen muß. Dies ist neu! Da Arbeitgeber in der BRD bisher praktisch völlig selbstherrlich und im Alleingang Leiharbeiter gehired (und gefired) bekommen haben - am Mo morgen (oder Fr. abend). Im Klartext: Wenn ein starker BR künftig NO sagt, gibt´s keine Leiharbeiter in de Glitsche!
    -Leiharbeit wird zeitlich limitiert; den quasi dauerhafte Einsatz einer Parallelbelegschaft gibt es daher in der M+E-Branche künftig nicht mehr.
    -Leiharbeiter bekommen künftig das gleiche Geld. Die Prämie für den Verleiher muß vom Betrieb also gesondert aufgebracht werden (seit Langer Zeit so üblich in vielen EU-Ländern, z.B. Holland, aber natürlich bisher nicht in der turbokapitalistischen BRD).

    ->Seit dem Bekanntwerden dieses Agreemants haben zahlreiche AG durchblicken lassen, daß Sie Leiharbeit in der nächsten Zeit nicht mehr favorisieren...

    Die IGM ist die erste Gewerkschaft, die in der BRD solche Regeln auf den Weg gebracht hat.


    Die Löhne steigen übrigens um 4,3%. Dies entspricht in EG 4 ungef. 100€. Die Laufzeit ist bis 30.4.2013, also 13 Monate. Die Friedenspflicht endet jedoch bereits am 31.März2013 (die Werke kann dann also frühzeitig Action machen).


    Das Tarifergebnis von BaWü wurde flächendeckend übernommen. Die IGM ist die stärkste Einzelgewerkschaft der Welt. Ohne IGM würdet ihr 4 Wochen Urlaub haben, aber ohne Urlaubsgeld und kein Weihnachtsgeld. Außerdem würdet ihr eine wöchentliche Arbeitszeit zw. 45 und 72 Stunden oder irgensowas haben (der So. wäre tatsächlich frei, bei alternierendem Schichtmodell gäbe es alelrdings keine Feiertragsprämie und keine Nachtzuschläge etc.). Euer Lohn entspräche dem, was ein Leiharbeiter in der M+E-Industrie von BaWü bisher statistisch durchschnittlich verdient hat, nämlich rund 8€...
    Sie sehen: Die 1%ige Mitgliedsgebühr von Ihrem sozialversicherungspflichtigen Einkommen ist bei der IGM sehr gut angelegt. Arme und Studenten zahlen übrigens weniger.
    Mitglied werden Sie durch einen Kollegen (der hat so ein Jahresbüchlein, wo in der Mitte ein Mitgliedsantrag drinne steckt - den kann man übrigens auch kopieren), beim BR/ den Vertrauensleuten (wo´s noch mehr Formulare gibt, jedes Mitglied kann dort stapelweise Nachschub holen...), bei der Verwaltungstelle (z.B. beim Leiarbeiterstammtisch) sowie an einem Ort namens Internet (keine Ahnung, wo das genau ist...).

    Die Mitgliedschaft ist frei und geheim. Die Mitgliedschaftsgebühr wird nicht über die Lohnsoftware des AG zum Abzug begracht, sondern diskret über Ihr Privatkonto. Wenn der Persochef fragt: "Sind Sie Gewerkschaftsmitglied?" -> haben Sie die Wahl: Entweder Sie sind ein mutiger Metaller oder Sie lügen einfach höchstrichterlich legitim bei dieser illegalen Frage! Änderungen Ihrer Einkommenslage kommunizieren Sie bitte kurzfristig (z.B. wenn das nicht von allein kar wird, z.B. weil der BR Einblick in die Lohnsoftware des AG hat und der Zentrale somit monatlich die exakte Vergütung mitteilen kann; tja Die buchen bei mir stets tatsächlich 1% ab, keine Cahnce da was zu drehen)!
     
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