Denkmalschutz bringt steuerlich mehr ein?

Dieses Thema im Forum "Immobilien" wurde erstellt von sabrina, 15.08.2012.

  1. #1 sabrina, 15.08.2012
    sabrina

    sabrina Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    es gibt Dinge, die muss man halt wissen, wenn man Immobilien kauft. Nicht immer ist dieses Wissen selbstverständlich.

    Eigennutzer können zehn Jahre lang jeweils neun Prozent jener Kosten bei der Einkommensteuererklärung angeben, die zur „Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind“, wie es im Gesetzestext (§ 7 Abs. 1 EStG) heißt.

    Wer sein Denkmal selbst bewohnt, kann sich über die Jahre 90 Prozent der Investitionen steuerlich anrechnen lassen.

    Kapitalanleger dürfen 100 Prozent der Kosten über zwölf Jahre abschreiben.

    Jährlich neun Prozent in den ersten acht Jahren, weitere jeweils sieben Prozent in den verbleibenden vier Jahren. Das Steuersparmodell rechnet sich vor allem für Gut- und Doppelverdiener.

    Anbieter von Denkmal-Immobilien tummeln sich meist in ostdeutschen Städten.

    Im Westen der Republik sind geeignete Objekte bereits rar und entsprechend teuer.

    Um vom Steuerbonus auch wirklich profitieren zu können, muss das Verhältnis zwischen Mieteinnahme und Kaufpreis stimmen.

    Der Investor sollte nicht mehr als das 24-fache der jährlichen Mieteinnahme als Kaufpreis für steuerbegünstigte Denkmalobjekt zahlen.

    Käufer sind zudem gut beraten, wenn sie das Objekt vor Ort in Augenschein nehmen.

    So können sie sich am besten ein Bild davon machen, ob die prognostizierten Mieteinnahmen auch wirklich realisierbar sind.

    Steuergeschenke gibt es nur für Objekte, die rechtmäßig den Titel „Denkmal“ tragen. Hierüber verlangen die Finanzämter eine gültige Bescheinigung des Denkmalschutzamtes.

    Mit Baumaßnahmen darf erst begonnen werden, wenn der notarielle Kaufvertrag unterzeichnet ist.

    Genau geregelt ist auch, welche Kosten anrechenbar sind.

    Dazu gehören zum Beispiel Dach- und Fassadensanierungen, der Einbau neuer Fenster und die Installation moderner Heizungsanlagen.

    Den Nachweis für das Finanzamt erteilt die jeweilige Denkmalschutzbehörde.

    Wer ein Denkmal umbaut, darf übrigens längst nicht alles.

    So werden Dachgauben oder Dachflächenfenster häufig nicht genehmigt.

    Auch Fenstergrößen und -formen dürfen zumeist nicht verändert werden.

    Gruß
    Sabrina
     
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  3. hans08

    hans08 Erfahrener Benutzer

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    Hallo Sabrina,

    die Infos sind alle sehr interessant. Ergänzend dazu folgendes:

    Über den steuerlichen Effekt einer denkmalgeschützten Immobilie werden die meisten Schrottimmobilien in Deutschland verkauft.

    Man sollte ein solches Angebot NIEMALS sofort und spontan machen, wie es oft passiert.

    Ich würde IMMER ein solches Angebot von den Steuerberater meines Vertrauens prüfen lassen.

    grundsätzlich gelten für den Laien folgende Indizien:

    Der Quadratmeterpreis einer normalen Immobilie (Luxusimmobilien aúsgeschlossen) sollte in einem seriösen Angebot zwischen 1000€-1500€ liegen. Die Betrüger verkaufen ihre Immobilien mit einem Quadratmeterwert von 2000€-3000€

    Rein juristisch ist es leider so dass eine Immobilie erst dann als Schrottimmobilie gesehen wird und damit der Handel auch anullierbar ist, wenn sie zu einem Wert von mindestens 180% über dem Marktwert angeboten wird.

    Für den Verbraucher heisst das, das er als erstes nachweisen muss das die Immobilie die ihm angedreht wurde nur etwa die Hälfte an Wert hat.

    Meist ein schwieriger und langwieriger Prozesskrieg den die Wenigsten auf sich nehmen!!!!
     
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Denkmalschutz bringt steuerlich mehr ein?

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