Erzwungene Tilgungsrate von Seiten der Bank

Dieses Thema im Forum "Darlehen" wurde erstellt von Unregistriert, 14.03.2012.

  1. #1 Unregistriert, 14.03.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo zusammen,

    ich suche mich jetzt schon seit Wochen durch Internetseiten und Foren, finde aber leider nirgendwo eine Antwort auf mein Problem. Daher versuche ich es jetzt mal hier...

    Folgendes ist die Situation bzw. das Problem:

    Seit ca. 15 Jahren haben wir ein Haus, das mit einem Darlehen bezahlt und umgebaut wurde. Geplant war eigentlich, dass nach dem Umbau die einzelnen Wohnungen verkauft und der Kredit damit zurückgezahlt wird. Leider kam es dann zu der Immobilienkrise und wir haben die Wohnungen immer noch (in Vermietung). Aufgrund dieses "Verkaufs-Planes" war mit der Bank vereinbart worden, dass wir keine regelmäßige Tilgung zahlen sondern den Betrag ausschließlich über den Verkauf zurückzahlen. Wir zahlen also seit 15 Jahren nur die Zinsen.
    Jetzt läuft unsere Zinsbindung bald aus und die Bank will neue Konditionen mit uns vereinbaren. Sie will uns zwingen, mit dem bankeigenen Bauspar-Vertreter einen Bausparvertrag abzuschließen, mit dem dann später der Kredit zurückgezahlt werden soll.
    Lassen wir uns nicht auf diesen Deal ein, will sie uns eine Tilgung von 5% auf's Auge drücken, was uns definitiv zu viel wäre, das könnten wir nicht bezahlen.

    Die Sache mit dem Bausparvertrag wollen wir auch machen, wollen ihn aber lieber bei einem Freund von mir abschließen, der auch Bausparvertreter ist und uns wesentlich besser beraten hat. Allerdings haben wir etwas Angst, dass die Bank da nicht mitspielt und uns die 5% doch aufzwingt.

    Meine Frage wäre jetzt:
    Darf die Bank einem eine Tlgung von mehr als 1% aufzwingen? Wenn nein, gibt es das irgendwo schriftlich, damit wir absolut sicher sein können, dass die uns nicht doch erpressen können??

    Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen, das würde mich sehr weiterbringen!

    Vielen Dank schonmal!

    Viele Grüße
    Tobias
     
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  3. #2 GeorgPuetz, 14.03.2012
    GeorgPuetz

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    Wenn die Zinsbindung endet, ist die Restvaluta vollständig zurück zu zahlen. Das Darlehen ist beendet. Ist das Kapital nicht vorhanden, benötigt es eine Anschlussfinanzierung - die Prolongation. Das ist ein gänzlich neuer Vertrag. Hier darf jeder wieder alles. Wenn Sie sich mit Ihrer Bank nicht einig sind, wird es auch keine neue Finanzierung geben. Hier wird also niemand gezwungen, denn wer ein Darlehen geben möchte und wer ein Darlehen wo auch immer her nimmt ist eine völlig freie Entscheidung aller Beteiligten.

    Wenn Ihnen Ihre jetzige Bank kein attraktives Angebot macht, können Sie zu einer anderen Bank wechseln. Oder wechseln Sie vollständig zur Bausparkasse, z.B. zu der Ihres Freundes. Sie können alles machen - die Welt liegt Ihnen zu Füßen.

    Aber:
    Die Finanzierungsanfrage wird von den Geldgebern geprüft. Und vielleicht gibt es auch Geldgeber, die Sie nicht als Kunde haben wollen. Es findet ja eine vollständige Bonitätsprüfung und Objektbewertung statt. Je Bank hat da andere Kriterien und es wird vermutlich auch Darlehensabsagen geben. Die Welt liegt Ihnen also nur etwas zu Füßen :)

    Noch ein Hinweis zur Finanzierung:
    Ein Bausparvertrag zur Tilgung hat sich aus steuerlichen Gründen bei einer vermieteten Immobilie noch nie gelohnt. Das ist ganz gewiss nicht die günstigste Finanzierung.
     
  4. #3 Canalon, 15.03.2012
    Canalon

    Canalon Gast

    Aber dann hätte man ja jahrelang die Zinsen umsonst gezahlt. Oder irre ich mich da jetzt? Dann wäre ja nach Ablauf des Vertrages zwar der Zins gezahlt, die Finanzierungssumme würde aber immer noch auf Anfangswert stehen. Wenn man dann neu finanziert, dann hat man also einmal Zinsen umsonst bezahlt, ist das richtig?
     
  5. #4 GeorgPuetz, 15.03.2012
    GeorgPuetz

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    Die Zinsen sind der Preis fürs Geld ausleihen. Umsonst war es nicht - es ist das Verdienst des Geldleihers. Wenn Sie es nicht möchten, dass andere an / mit Ihnen Geld verdienen, darf man kein Darlehen in Anspruch nehmen. Wenn Sie Geld anlegen und einen Guthabenzins erwirtschaften, bezahlt den ja auch jemand anderes. Es ist dann nur Ihr Verdienst.

    Den Darlehensbetrag kann man nur durch Tilgung oder Flucht reduzieren. Wenn jemand nichts tilgt, wird das Darlehen auch nicht weniger.
     
  6. #5 Canalon, 16.03.2012
    Canalon

    Canalon Gast

    Nein, umsonst gezahlt, damit mein ich den Kreditnehmer. Für die Bank ist das soweit ja schon korrekt. Für umsonst könnte man auch unnötig einsetzen. Weil ja eben bei einer Anschlussfinanzierung nochmal der gleiche Betrag als Grundlage genommen wird, es wurde ja nix getilgt.
     
  7. #6 GeorgPuetz, 16.03.2012
    GeorgPuetz

    GeorgPuetz Erfahrener Benutzer

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    Der Darlehensnehmer hat die Zinsen nicht umsonst / unnötig gezahlt. Er hat eine Ware erhalten (Darlehen) und hierfür eine Preis gezahlt (Zinsen). Die erhaltene Ware konnte er investieren (Kauf einer Immobilie) und einen Ertrag erwirtschaften (seine Mieteinnahmen). Die Tilgung hat mit alledem nichts zu tun. Das seine angedachte Tilgungsvariante aufgrund der Marktentwicklung nicht funktioniert hat, ist eine ganz andere Kiste und letztlich unternehmerisches Risiko.
     
  8. #7 Canalon, 16.03.2012
    Canalon

    Canalon Gast

    Aber ist es nicht auch im unternehmerischen Sinn, die Schulden so niedrig wie möglich zu halten und dementsprechend auch die Schulden zu tilgen? Für mich kommt das trotzdem so rüber, als würde man jetzt die Zinsen doppelt bezahlen.
     
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  10. #8 GeorgPuetz, 16.03.2012
    GeorgPuetz

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    Ok. Zinsen werden also nicht doppelt gezahlt. Da es sich um eine vermietete Immobilie handelt, kann es unter steuerlichen Gesichtspunkten durchaus interessant sein, das Darlehen nicht laufend zu tilgen, sondern statt dessen eine endfällige Tilgung zu wählen. So, wie der TE dies ja auch getan hat. Ihm ist halt nur die wirtschaftliche Entwicklung in die Quere gekommen.
     
  11. #9 Unregistriert, 16.03.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.03.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    Baugeld ist derzeit so billig, wie noch nie in der BRD (ok, das absolute Tief ist schon durch...)!


    Am Besten Sie verhandeln sofort ein neues Baugeld aus in der Höhe, um den alten Vertrag abslösen zu können.
    Keine Angst - das ist KEINE arme-Leute_Strategie, sondern Finanzprofis machen das die ganze Zeit so...
    Das Beste wird sein, Sie schließen in dem Modus ab, wie gehabt, also laufende Tilgung aus Mieteinnahmen und zusätzlich die Option von (anteiligen) Sondertigungen. So sind Sie flexibel und können ex
    v. sogar Vermeiter bleiben - bietet sowiso die beste Einnahmebasis, da in der BRD nix so steigt, wie die Lebenshaltungskosten, besonders im Wohnbereich...
     
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