Griechenland: Schuldenschnitt von 50 Prozent reicht nicht

Dieses Thema im Forum "Ausland" wurde erstellt von Newsmaster, 25.10.2011.

  1. #1 Newsmaster, 25.10.2011
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    Mit den Banken verhandeln momentan die Lenker der Euro-Staaten über eine stärkere Beteiligung an der Rettung Griechenlands. Doch selbst wenn die Banken auf 50 Prozent der Schulden verzichten würden, dem griechischen Staat ist damit kaum geholfen.

    Quelle: Focus.de
     
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  3. #2 Unregistriert, 25.10.2011
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Ja,

    unabh. von der Frage ob´s überhaupt was nutzt, wird ja hinter vorgehaltener Hand über einen Schuldenschnitt in Höhe von 60% gefeilscht.
    Wir wollen uns daher mal kurz die Verteilung der grieschischen Staatsverschuldung anschauen:

    -traditionell kaufen ja gerne Banken Staatsanleihen. In den Büchern griechischer Banken stehen 50Mrd. €,
    dazu die internationalen Banken mit ca. 39Mrd., davon Franzosen und DB mit 10, resp. 12Mrd.
    Die Banken sind nachgerade dabei ihre Anteile an die EZB zu verramschen; es wird geschätzt, daß die Banken bereits 40-50% ihrer Bestände veräußert haben - die Zahlen Oben sind nicht mehr ganz taufrisch, trotzdem dürften die Verbindlichkeiten natürlich weiterhin hoch sein...
    -Versicherer und institutionelle Anleger kaufen auch, teilweise gesetzlich verpflichtet, Staatsanleihen. Zusammen mit allen möglichen (Pensoinons-)Fonds beläuft sich die Gläubigerschaft dieser Gruppe auf mehr als 30Mrd. €uro.

    -Internationaler Währungfonds: Der IWF hat Kredite nach Griechenland gewährt, die ein Gesamtvolumen von 30Mrd. hat, davon sind 18Mrd. gegenwärtig bereits überwiesen worden. Der IWF wird im Falle einer Insolvenz vorrangig bedient.

    -Die Europäische Zentralbank hat ja jetzt bereits alle möglichen Kursstützungen mitgemacht - ein Vorgehen, das übrigens klar gegen die Regeln verstößt und zu den bekannten Kapriolen im Vorstand der EZB geführt hat. Im Rahmen der Interventionen, besonders natürlich bei den PIIGS, sind Verbindlichkeiten in Höhe von inzwischen beachtlichen 170Mrd. € entstanden; davon entfallen allein auf Hellas ca. 50Mrd.

    - Der allseits berühmte Rettungsschirm der €uro-Länder, der ein Gesamtvolumen von 110Mrd. € aufweist, wird ja auch in Tranchen überwiesen - vor deren Zuteilung es regelmäßig zu hitzige Diskussionen kommt - , derzeitiger Überweisungstand ist 41Mrd. Das meiste von dem Geld kommt ja von den Einzelstaaten und nicht von Brüssel - Musterschüler sind die Deuschen - der Michel hat bereist 13,5Mrd. bezahlt. Das ist natürlich nicht alles, da unsere allseits geschätzte Bundesregierung für diese Kohle natürilch weitere Bundes-Schulden gemacht hat; also fallen auf die 14 Giga-Rießen zukünftig weitere Zinsen an (bin gespannt wann die Ratinagenuten die BRD abwatschen...) .

    So, das wär´s erst mal gewesen. Was es bedeutet - für Detuschland, für Arbeitnehmer, Verbraucher, Sparer und Rentner -, wenn also 60% der grieschischen Staatsanleihen kassiert werden, kann sich jetzt Jede(r) mal selber vorzustellen versuchen...

    Hebel: Also der neueste Clou von Merkel, Sarkozy&Co ist ja ein Hebelprodukt, Stichwort Finanzkrise, Lehmanbrothers, derivate Finanzprodukte, Hebelzertifikate(...) -> dies ist nicht das erste Mal, daß wir von Beteiligungen der Bundesschuldenbehörde an Machenschaften dieser Bauart hören; ich habe keinerlei Verständnis für eine solche dilletantische Idiotie - Geisterfahrer!
     
  4. #3 Pop Rocks, 25.10.2011
    Pop Rocks

    Pop Rocks Gast

    Gut, aber was wäre denn dein Lösungsansatz?
     
  5. #4 Unregistriert, 25.10.2011
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Well,

    das klingt zwar hart, aber ich hätte mich von den Griechen schon lange verabschiedet und ihnen keinen Cent gegeben!
    Diese Leute mit ihrer südeuropäischen Mentalität sehen die EU als Selbstbedienungsladen. Alles was sie dort nicht bekommen können, finanzieren sie mit Schulden...Hellas ist absolut überschuldet, total abgewirtschaftet, Schneeballsystem.
    Die "Europäer" sind Narren, die gegen jede Vernuft an einer Vision, man könnte auch sagen, Illusion festhalten. Ihre Generösistät hat diese Klima von Unverantwortung in Südeuropa gefördert und in dem Ausmaß womöglich erst ermöglicht.
    Leute, die sehr weit denken, sagen, daß die EU ein Friedensprojekt sei. Wenn man diese außenpolitische Prämisse als gegeben akzeptiert, muß ich persönlich sagen, daß dann eben bei solchen Zuständen der Krieg wohl sei!
    Es ist ja nicht so, daß wir selber keine Schulden hätte. Sondern dort läuft doch die gleiche Scheiße, es ist halt noch nicht so virulent. Aber der Punkt ist eine reine Rechenaufgabe - Zeit vergeht linear...
    Auch ist zu verstehen: Ein Insolvenz-Domino der PIIGS wird als Initialzündung für den totalen Bakrott der Europäer auswirken! Europäer? Also die USA stehen doch genauso am Abgrund. Was geschieht in der großen Politik? -> Der schwarze Peter wird hin und her geschickt, hauptsache die eigene Öffentlichkeitswirkung stimmt...Effekthascherei ist das, ein anderes Wort wäre Unfähigkeit, Kindergarten!
    Also: Pleiten sind unvermeintlich, der € ist (in der Form zumidest) erledigt. Aber was passiert? Zieht die Politik die Konsequenzen und bereitet alles darauf vor, möglichst glimpflich davonzukommen? Nein! Diese Narren spielen auf Zeit und verbrennen das Geld des Michel!
    Ganz ehrlich, wenn sie mich fragen, wie man mit so einer Politik nicht sofort gekillt wird: Ich weiß es nicht - die Bevölkerung ist so blöd, so träge und so schwer von Begriff. Psychologie: Im TV erklärt eine von den korrupten Sauen, daß alles gut werden würde und die Leute glauben das dankbar. Historische Einordnungsfähigkeit: total unterentwickelt (dabei haben die Deutschen wahrlich schon genug erlebt, was vom Stoff her eine hohe Erinnerungskomponente beinhaltet...).
    Die Medien sind auch alle total gleichgeschaltet, also da heißt´s doch bloß Merkele hier, Merkel da. Das nenne ich unterstützenden Aktivismus, um das Volk in Träumen zu wiegen.
    Darüberhinaus gilt natürich; Wirtschaft ist kein leichtes Thema und man kann da vielen Leuten vieles erzählen. So war z.B. der durchschnittliche Deutsche in den 1930er-Jahren massiv der Überzeugung, daß die Wirtschaftspolitik der Hitler-Regierung nachhaltig seriös sei. Heute steht eine Frau Merkel hin, erzählt das Geliche und Alle glauben es...

    Ich bin ja insgesamt kein Anhänger des Parlamentarismus und der EU weine ich auch keine Träne nach.
    Wir alle befinden uns in einer Wirtschaftsordung, in der rießige Gewinne gemacht werden, die breite Bevölkerung aber immer weniger partizipiert. Und: Vor allem die Staatsysteme notorisch unterfinanziert sind. Ich verabscheue insgesamt jede Politik, die sich an den Chancen der nächten Generation vergreift. Ich bin bereit, Staatsverschuldung zum Verbrechen an der Menschheit zu erkären. Wenn ein Staat Geld braucht, hat er 2 gerechte Mögl:
    -Diejenige besteuern, die es haben...
    Wenn dies nicht möglich ist, z.B. weil Sie diejenigen schon alle arm gemacht haben:
    -Ansprüche runterschrauben, Wirtschaft insgesamt neu ausrichten...

    Das ist auch hübsch:
    Rettungspakete in der Schuldenkrise - Alle Zahlen, die Sie kennen müssen - Wirtschaft - sueddeutsche.de
     
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