In meinem Fall PKV oder GKV+Zusatz?

Dieses Thema im Forum "Krankenversicherung" wurde erstellt von zooz, 24.01.2013.

  1. zooz

    zooz Gast

    Hallo,

    ich habe eine Frage.


    Ich bin 27 Jahre alt und angestellter Arzt, Brillenträger, sonst keine Vorerkrankungen.

    Für mich wichtig wäre eine stationäre Wahlarztbehandlung im Doppelzimmer, sowie eine gute Abdeckung für zahnärztliche Leistungen.

    Ambulante Leistungen sind mir nicht so wichtig, da ich über Kollegen&Kontakte recht gut an benötigte fachärztliche Termine,Medikamente etc. rankommen (falls notwendig)

    Was meine Lebensplanung anbetrifft: Ich plane, in den nächsten Jahren zu heiraten und ~2-3 Kinder zu bekommen (soweit man sowas natürlich planen kann Smilie )

    Weiterhin wichtig: Ich spiele EVENTUELL mit dem Gedanken, mal für 1-2 Jahre in die Entwicklungshilfe zu gehen, d.h. mein "Verdienst/Gehalt" wird in der Zeit auf ein Minimum begrenzt sein!


    Nun meine Kernfrage:

    Wenn ich mir Tarife einer gut bewerteten privaten Vollversicherung ansehe, sind diese natürlich sehr günstig für mich momentan.

    Nur hört man ja, dass diese im Alter erstens stark ansteigen können und zweitens Kinder beim besserverdienenden Elternteil mitversichert werden müssen, was teuer werden kann.

    Weiterhin belastet mich die wichtige Frage, was passiert wenn ich z.B. 2 Jahre lang durch meine Entwicklungsarbeit wenig verdiene:
    In der GKV würden meine Beiträge dem Niedrigverdienst angepasst, in der PKV müsste ich ja den gewohnt hohen Beitrag weiterzahlen.


    Aufgrund dieser Tatsachen habe ich eher nachgedacht über eine Kombination von GKV plus stationäre und Zahnzusatzversicherung.
    Diese Zusatzversicherungen würden mich um den Daumen gepeilt ~50 Euro kosten, meine Frau&Kinder könnte ich aber in der GKV mitversichern.
    Außerdem würde bei einem evtl. Arbeitsaufenthalt in der Entwicklungshilfe mein GKV Beitrag dem geringeren Gehalt angepasst werden.

    Ist mein Gedankengang so insgesamt richtig? Habe ich irgendwas vergessen? Daher meine Frage im Versicherungsforum Smilie



    Weitere wichtige Frage:
    Angenommen, ich bin bei 2 Versicherungen Zusatzversichert für stationär+Zähne und gehe für 2 Jahre ins Ausland.

    Dann brauche ich nur meine GKV plus eine spezielle auslandsversicherung für den Zeitraum , die ich mir organisieren würde.
    Kann ich meine zusatzversicherungen im Rahmen von einer Anwartschaft (oder wie man das nennt) für einen geringen Monatsbeitrag "einfrieren"? Geht sowas bei zusatzversicherungen prinzipiell und auf wieviel % des ursprünglichen Beitrags belaufen sich so ungefähr die Kosten?

    Viele Fragen als Berufsanfänger und sehr dankbar für jegliche Antworten!

    Viele Grüße
     
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  3. #2 cx 7, 24.01.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24.01.2013
    cx 7

    cx 7 Erfahrener Benutzer

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    Also grundsätzlich musst ja erst mal über die JAEG verdienen, damit du dich privat versichern kannst. In meinem Kundenbestand habe ich etliche Ärzte und ich weiss, dass ihr zu Anfang nicht unbedingt gut verdient.

    Gerade Ärzte haben bei einer PKV eine Vielzahl von Möglichkeiten der Tarifwahl, wo vor allem ambulante Leistungen stark heruntergeschraubt werden können, so dass der Beitrag relativ niedrig bleibt. Wende dich an einen Spezialversicherer für Ärzte.

    In ein paar Jahren, oder falls du dich niedergelassen hast, wirst sicherlich in der GKV stets den Höchstbeitrag bezahlen, hinzukommen dann noch die Zusatzversicherungen, so dass du inkl Familie sicherlich bei knapp 900 euro landest. Für dich und deine beiden Kinder sowie nicht berufstätige Ehefrau wirst auch in der PKV nie mehr bezahlen als nen knappen 1000er (Sofern dein Frau immer eine Hausfrau bleibt) Dafür hast super Leistungen. Du bist noch jung und wirst auf viele Vorversicherungsjahre kommen, in denen du Altersückstellungen en masse ansammeln kannst. Also über hohe Beiträge im Alter brauchst dich nicht zu sorgen.

    Eine zusätzliche AuslandsKV für zwei Jahre inkl guten Leistungen hat auch ihren Preis. In der PKV wäre dies mitversichert. Wobei ich weiss, dass die Beiträge für diese Versicherungen auch von den Trägern der Organisationen zumeist übernommen werden. Du kannst allerdings auch deine PKV für die Zeit im Ausland beitragsfrei stellen, sprich als Anwartschaft.

    Man kann manche Zusatzversicherungen in eine AWV umstellen, sobald Alterungsrückstellungen angefallen sind. 20% zahlst hierfür.

    Also ich würde dich hingehend einer PKV beraten, da dies in meinen Augen auch zukünftig sinnvoll wäre. Ich wünsche dir, dass du an einen Kollegen kommst, der dich vernünftig berät und über alle Risiken und auch Vorteile aufklärt.

    Immer daran denken: Die Entscheidung für eine PKV ist zumeist eine Wahl für das restliche Leben!

    Wünsche dir ne gute Wahl!
     
  4. #3 Unregistriert, 24.01.2013
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    gegen die PKV spricht (und das haben Sie teilw. ganz richtig erkannt bereits!):

    -steigenden Beiträge im LifeCycle-Modell - als 50-Jähriger sind Sie dort bei ca. 700€/monatlich - viele Leute, die das längst betrifft, haben den A.sch schon auf Grundeis, denn es gibt auch kleinere Selbständigkeiten/Freiberuflichkeiten, wo dieses Geld dann gar nicht da ist...
    Gegenwärtig gibt es zigtausende PKV-Versicherte in deutschland, die da raus wollen, und zwar schleunigst. Problem: Das ist nicht ganz leicht...

    -Kinder sind NICHT mitversichert, sondern benötigen einen eigenen Tarif! Das geht zwar noch, solange Sie zahlen können(...), aber sobald der Nachwuchs 18 ist, kommt ein Brief mit Gesundheitsfragen - nicht alle 18Jährigen sind kerngesund, das betrifft z.b. auch leichte psychische Abweichungen usw. ... Das kann dann zu ziemlich absurden Folgen führen.

    -Die Rechnung vom Arzt muß der PKVler zuerst selber(!) begleichen und das später mit seiner Versicherung abklären. Nur: Der Arzt, und das wissen Sie selber sehr gut, rechnet mit den Sätzen, die mit der GKV vereinbart wurden (Rahmentarif), aber bei PKVlern multupliziert er diese Rechnung mit dem Faktor 2-5. Zwar ist das theoretisch verhandelebar, aber wenn der steif bleibt (z.B. weil er 700€ PKV zahlen muß...).


    Daher ist die GKV absolut empfehlenswert!!

    Jetzt zu Ihren Fragen:
    -Auslandsversicherungen sind rel. preiswert, auch was gute Tarife angeht!
    -in der GKV kann man Zusatzservices bestellen, wie sie vorzüglich erkannt haben. Bei dem "Einfrieren" kommt es jedoch auf die Bedingungen aus Ihren Kontrakten an. Grundsätzlich machbar wären etwa Befreiungen bei Arbeitslosigkeit oder Stundungen.
    Darüberhinaus sollte sich Ihre NGO-Organisation darum auch kümmern - die, Sans Frontiers usw., bekommen Mrd.Zuwendungen aus privaten Spenden jedes Jahr und dazu sollte es (und ich gehe implizit davon aus, daß es so ist...) möglich sein, den Freiwilligen Gehälter zu bieten, die deren Schutzversicherungen abdecken...Zumindest sollte man darüber im einzelfall schwätzen können - und wenn Die dann hart tun, benötigen sie wahrscheinlich Ihre Hilfe doch nicht so dringend - wenn Sie verstehen, wie ich meine...
    Sie stehen da ja nicht unter Zwang, insofern ist es auch kein echtes Risiko!
     
  5. cx 7

    cx 7 Erfahrener Benutzer

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    Also wenn du all meine Posts zum Thema PKV liest, wirst feststellen dass ich sehr sehr kritisch und auch sehr konservativ zu dieser Thematik eingestellt bin.
    Es ist immer eine rein individuelle Entscheidung. Ich hab schon etliche ohne PKV nach Hause geschickt, die das Risiko dann bei einem anderen Versicherer eingegangen sind, nicht mein Problem, ich fühle mich damit gut.

    Deine Aussagen sind so nicht korrekt:

    Sicher gibts 1000e die ihre PKV verfluchen, aber 100000e die von guten Leistungen und niedrigen Beiträgen profitiert haben. An der Misere der ersteren sind zumeist meine profitgeilen Kollegen schuld, die wirklich jedem eine PKV schmackhaft machen, unabhängig vom Alter, welches mit der wichtigste Gesichtspunkt bei einer PKV ist (Alterungsrückstellungen)

    Bei keiner PKV gibt es für Kinder ab 18 einen Fragebogen!
    Vorauszahlung stimt nicht ganz, da die Vers die Rechnung spät nach 4 Wochen bezahlt hat. Dann reicht die Überweisung an den Arzt. KH-Aufenthalte werden direkt abgerechnet.
    Auch die Beiträge der GKV sind nicht konstant, schon gar nicht die Leistungen, an denen ständig geschraubt wird.

    Auch wenn der 5fache Satz verlangt wird, die PKV zahlt doch. Wieso musst da wegen irgendwas verhandeln. Ausnahme sind die bescheuerten Kompakttarife, die Kollegen oft anbieten.
     
  6. zooz

    zooz Gast

    Erstmal vielen Dank für die Antworten, ich verfolge den Thread aufmerksam.

    Mir ist klar, dass ich hier keine Unisono Aussage finden werde, welche Versicherungsart ich nehmen soll, aber ich warte gespannt auf weitere Meinungen/Sichtweisen :)

    Vielen Dank bisher!
     
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  8. cx 7

    cx 7 Erfahrener Benutzer

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    Die allerbeste Meinung/Sichtweise bekommst bei deinen Kollegen, die seit Jahren in der PKV/GKV sind. Höre am besten auf diese Leute und lass dich von Dritten nicht beeinflussen. Deren Aussagen sind zumindest wertneutral!
     
  9. #7 Unregistriert, 24.01.2013
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Tja,

    von den PKVlern sind mittlerweile ziemlich viele am Verhandeln mit Ihren Doctores, weil Sie wegen steigenden Beiträgen halt in sog. Lückentarife gewechselt haben - alles was da dann nicht mitversichert ist, müssen sie aus der eigenen Tasche berappen...
    Problematisch ist die PKV im Besonderen natürlich auch für Renter, darunter sehr wohl auch der Ärztestand (sagen Branchensprecher...)!
     
Thema:

In meinem Fall PKV oder GKV+Zusatz?

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