Mietkautionsversicherungen

Dieses Thema im Forum "Übrige Finanzthemen" wurde erstellt von hans08, 26.09.2013.

  1. hans08

    hans08 Erfahrener Benutzer

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    Liebe FNler,

    eine Mietkautionsversicherung, als Alternative zur Zahlung der vollen Kaution, ist in der Schweiz schon "Gang und Gebe".
    Fast 70% aller Mietwohnungen werden über eine Mietkautionsversicherung "abgedeckt".

    Warum tun wir Deutschen uns damit so schwer?

    Ich war selbst skeptisch, konnte aber dann auf einer Fachmesse alle offenen Fragen klären.

    Wenn ich weiss das ich nicht sehr lange in dieser Wohnung leben werde (länger als fünf Jahre)
    finde ich das Angebot top! 5% der Kautionssumme jährlich zahlen und dafür um die Kaution "rumzukommen"
    finde ich persönlich super.

    Einziger Nachteil ist das man für den Zahlungsausfall einen Bürgen braucht und sollte man längere Zeit in der Wohnung leben und dann Umziehen bekommt man kein Geld wieder.

    Ich finde es allemale besser als einen Kredit aufzunehmen oder deswegen extra einen Bausparer abzuschliessen, wie es von unseren Banken gerne angeboten wird!!!

    Was haltet ihr davon?

    Beste Grüße

    euer hans08
     
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  3. #2 kerstinmeg, 07.10.2013
    kerstinmeg

    kerstinmeg Benutzer

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    Wie du schon erwähnst, damit tue ich mich auch schwer.
    Ich muss auch noch mal nachfragen: Bedeutet das, angenommen es geht über die 5 Jahre bei einer Mietkaution von 4000 Euro, dass ich insgesamt 25 % der Kaution an die Versicherung überweisen muss, wären dann 1000 Euro und die sehe ich dann nie wieder, oder bekomme ich die 1000 Euro bei Auszug zurück? Wenn nicht, wäre es ja eine schlechte Option...
    Ansonsten, wenn die beispielhaften 1000 Euro wieder auf mein Konto zurück gehen, wäre es eine sehr gute Option, das Thema Bürgschaft ist natürlich ein wenig problematisch... wenn es keine Unsummen sind, für die man Bürgen muss, was hier doch eher der Fall ist, geht das gerade noch.

    Die Alternative wären ja Mietbürgschaften, wenn man sowie so einen Kredit benötigen würde oder man das Geld, die Kaution, dringend anderweitig verwenden muss. Dann wäre die Mietbürgschaft über diverse Anbieter zwar minimal teurer (hängt davon ob, wie teuer der Kredit bei der Bank wäre), dafür aber keine Belastung der Bonität, so wie ich das sehe. Abgezahlt wird die Summe wie bei einem normalen Kredit, der Verlust wären die Zinsen, die hat man aber bei einem Kredit so oder so auch.

    cy
     
  4. hans08

    hans08 Erfahrener Benutzer

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    Hallo Kerstin,

    Das Geld geht natürlich nicht zurück - wie sollte auch sonst das Unternehmen Gewinn machen?
    Dein Beispiel lohnt sich wirklich nicht - deswegen sagte ich ja auch wenn man längerfristig an
    einer Adresse wohnen wollte, wäre es keine Option.
    Bei Mietern wie meiner Freundin und mir, die sagen 2-3Jahre Mieten und danach Kaufen oder
    die aus beruflichen Gründen nicht sicher sein können länger als 2 Jahre irgendwo zu wohnen, oder
    Studenten, die naturgemäß finanziell etwas klamm, empfinde ich es als gute Alternative.

    Für Langzeitmieter ist das Angebot natürlich unattraktiv und auch nicht angedacht!

    Beste Grüße

    hans08
     
  5. #4 kerstinmeg, 08.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 08.10.2013
    kerstinmeg

    kerstinmeg Benutzer

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    Hi Hans,

    ich habe, schon klar, ein hohes Beispiel gewählt. Aber da ich selber studiert habe, kann ich zum Beispiel sagen, dass ein Student alleine im Normalfall ja auch nie eine Mietwohnung beziehen würde oder sich leisten kann, die eine so hohe Kaution erfordert. Das hat sich meist im Bereich von 1000 Euro, maximal 1500 Euro bewegt und wurde dann durch mehrere Personen (WG) geteilt. Da war dann die bar Hinterlegung auch möglich und sicherlich die günstigste Version, weil halt sofern man keine Schäden verursacht, dafür ist man selbst verantwortlich, alles zurück geht. So war es bei mir, an eine solche Option hätte ich ehrlich gesagt als Student nie gedacht, weil das Geld eben futsch wäre.....
    Wenn ich, ich denke du meinst eine Mietkaufoption, wenn du von "danach Kaufen" sprichst, das annehme, dann würde ich wohl auch die Kaution hinterlegen, denn selbst wenn ich 5 Jahre zur Miete wohne und dann kaufe, werde ich wohl 5 Jahre zuvor bei Einzug das Geld für die Kaution aufbringen können - ansonsten ist ja rein aus logischer finanzieller Betrachtungsweise an einen Kauf gar nicht zu denken, bei Einzug. Ohne Eigenkapital, sage ich mal, wird ein Wohnungskauf kaum noch vernünftig zu realisieren und da sollte wohl bei der Überlegung an eine solche Maßnahme schon ein wenig Eigenkapital vorhanden sein. Ich gehe von mir aus, ich würde ohne Eigenkaptial, dass ich schon angespart habe, nicht ernsthaft an einen Wohnungskauf denken, auch nicht, wenn dieser in Form einer Mietkaufoption erst in 5 Jahren stattfinden würde. Vielleicht betreiben es ja Menschen auch anders, dann könnte dein Vorschlag ok sein.
    Ich will dir deinen Vorschlag nicht schlecht reden, wirklich nicht, vielleicht übersehe ich ein Detail, aber hier scheint mir eine Mietbürgschaft über ein Kautionsbüro auch über einen kurzen Zeitraum in einer Vielzahl der Fälle noch günstiger zu sein - hier müsste man natürlich immer von Fall zu Fall rechnen, was günstiger sein wird. Als Option zur Kautionsbürgschaft sehe ich deine Versicherungsvariante, sofern sie letztendlich günstiger ist oder minimal teurer (die Verluste) ausfällt, weil man sich die komplette Zahlung der Kaution erspart und die Teilzahlungen schön verteilt sind und man über den Zeit Raum von ein paar Jahren mit geringeren, regelmäßigen Zahlungen belastet wird.

    mfg Kerstin
     
  6. hans08

    hans08 Erfahrener Benutzer

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    Hi Kerstin,

    erstmal Danke für deine ausführliche Meinung - genau deswegen hab ich den Thread eröffnet.

    Genau wie du es gesagt hast bewegen sich Studentenbuden um und bei 1000-1500€ Kaution.
    Wenn der Student pro Jahr nur 50-75€ bezahlen muss ist es, den Verlust mal abgesehen, eine günstige Variante.

    NIcht immer hat man die Möglichkeit eine WG einzugehen, muss spontan umziehen oder muss unterjährig sogar bereit sein für
    den Job umzuziehen. Dann halte ich es einfach für eine günstige Variante. 50€ pro Jahr sind oft wesentlich leichter zu "erwirtschaften" wie einmalig 1000€.

    Natürlich nochmal zu deinem Bsp zu kommen - wenn man länger bei einer Adresse wohnt ist es ein Verlustgeschäft.

    Ich werde eine abschliessen weil ich weiss, das ich zwei-drei Jahre mit meiner Freundin in eine Wohnung ziehen werde und danach einen Kauf anstrebe. Selbst wenn ich drei mal 75€ verliere, habe ich dann den vollen Betrag um zu wirtschaften, anzulegen oder als Sicherheitspolster zu haben, was sich schwierig gestaltet wenn ich alles für die Kaution sofort bezahlen muss.

    Es bietet unterm Strich einfach für einen kurzen Zeitraum einen höheren finanziellen Spielraum.

    Bin gespannt was der Rest der Community darüber denkt.

    Beste Grüße

    Hans
     
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