Missverständliche Vertragsbedingungen

Dieses Thema im Forum "Banken" wurde erstellt von Fippel, 27.12.2013.

  1. Fippel

    Fippel Gast

    Hallo Forum,

    ich habe ein Girokonto für unsere Kinder, das bis 2500,- EUR einen netten Guthabenzins von 1% abwirft. In den Vertragsbedingungen und auf der Webseite steht ganz missverständlich "1,00% bis 2.500,- Euro, 0,25 % über 2.500,- Euro". Ich hatte das so verstanden, dass Beträge bis 2500,- EUR mit 1% verzinst werden und alles darüber hinaus nur mit 0,25%. Jetzt (nach einer Weihnachtseinzahlung) sagte mir die Bankangestellte (auch nach mehrmaliger Nachfrage, um Missverständnisse zu vermeiden), dass damit die Grenze von 2500,- überschritten sei und das ganze Konto nun nur noch mit 0,25% verzinst würde.
    Ich finde die Vertragsbedingungen (absichtlich?) missverständlich. Was gilt denn nun?

    Gruß
    Fippel
     
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  3. #2 Unregistriert, 27.12.2013
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    1) 1% ist nicht besonders viel /z.B. bei 2% Inflation... - schauen Sie einfach regelmäßig im Biallo.de nach, was die einzelnen Zins-Produkte gerade so abwerfen - bei vielen Angeboten müssen Sie GENAU lesen!!
    2) so wie Sie es beschreiben, gilt,w as die nette Frau gesagt hat...die andere Formulierung wäre z.B. gewesen: "Bis zu einem Betrag von mhmhmh wird mit blablabla verzinst. Darüberhinausgehende Beträge..."
    3) wenn es um langfristigen Vermögensaufbau für Kinder geht, sind Fondsparpläne besser, zumal wenn man für die Kleinen eine Nichtveranlagungsbesch. besorgen kann /vom Finanzamt!
    Ein gutes Angebot macht die Comdirectbank über AVL-Investments.de . Sparpläne können Sie mit dem kostenlosen Juniordepot nämlich gratis abschließen, AVL rabattiert das Agio sehr häufig mit 100%. "Gute" Fonds sind z.B. als Weltfonds der M&G Global Basics (GB0030932676) zu 50%, dazu der Threadneedle Europ. Smaller Companies (GB0002771383) zu 30% sowie eine Emerging-Markets-Fonds wie z.B. den Comgest Magellan C (FR0000292278) usw.

    Tips Fonds/Crashkurs:
    -nicht alle Eier in einen Korb legen!
    -die aktuell besten Fonds sind die Verlierer von Morgen...
    -darüberhinaus performt die Böse langfristig immer besser - vorausgesetzt Sie verkaufen nicht ausgerechnet in der größten Baisse! Wir sprechen von mind. 10-15Jahren!
    -zu kleine Fonds (nur wenige Mio.€) oder zu Große (deutlich über 2-3Mrd.€) sind nicht empfehlenswert - die Einen werden nämlich alsbald betriebsmäßig konsolidiert und die Anderen haben Probleme an der Börse /wegen Auflagen -> Kursausschläge wegen Masse => nur gestaffelte Order, keine Chance auf "Geheim-Tip"...
    -bitte immer den Prospekt des Fonds lesen - besonders unter "Kosten" genau aufpassen... /vermeiden Sie in jedem Fall bitte sog. Performance-Fees!! TER´s von 1,5% sind normal, größer 2 ist schon sehr viel...
    -wenn die Depotbank nicht mind. 3 Kinder auf die Inhaberschaft läßt, machen Sie 3 usw. einzelne Depots für jedes Kind...
    -Sparpläne gehen ab 25€ monatlich!
    -es gibt in der EU etwa 7.500 zugelassene Publikumsfonds.
    -man kann auch anders gewichten, z.B. 50:50 M&G GloB + M&G Global Growth oder dasselbe mit DWS Top Dividende + Vermögensbildungsfonds_1, also nur 2Weltfonds usw. pp.
    -Fonds haben häufig versch. Tranchen mit unterschiedl. ISIN´s, z.B. auschüttend-thesaurierend; diverse Stammwährungen; billiger für institutionelle Anleger (z.B. ab Oder in Höhe von 100.000,- ...).

    Steuer: 25%+Soli+Reli auf realisierte Gewinne/Ausschüttungen für alle steuerpflichtigen Depotinhaber. Freistellungssumme für Singles 801€ /Ehepaare das Doppelte zusammen - muß schriftlich beantragt werden - bei der Bank...; bei Steuerpflichtigen bitte immer Einzeldepots!
    Nichtveranlagungsbescheinigung ist super!
    Ansonsten hat das Amt keinen Zugriff auf Fonds mit ausländischer Identifikationsnummer...
    Thesaurierende Trachen legen die Aktienausschüttungen wieder an; ist der Fonds nicht deutsch, wird hier nix ans Amt abgeführt, sondern der ausl. Fonds legt 100% wieder an. Bei Nichtveranlagungsbescheinigung kein Problem. Sonst: Bitte in jedem Jahr die Anl. KAG /SO der Steuererklärung anhand der Angaben in der ->Jahressteuerbescheinigung einreichen - Zeilenreihenfolge wie gegeben (SO= nur bei realiserten Verkäufen)! =>der zu versteuernde Anteil der `ausschüttungsgleichen Erträge´ thesaurierender Fondstranchen wird vom Amt dann, sofern Freistellungswert überschritten, der Steuerlast hinzuadiert - kann mit anderen Entlastungen verrechnet werden, ansonsten halt Nachzahlung. Thesaurierung ist trotzdem besser, da hier ZinsesZinseffekt ohne steuerliche Eingriffe; wenn eine Aktie ausschüttet, beeutet dies, daß der Kurs entsprechend sinkt /das Betriebsvermögen der Firma wird dabei nicht angetastet...
    Versäumt der Anleger auch nur 1mal die Abgabe der KAG, darf das Amt bei einem späteren Verkauf die ausgeschüteten Gewinne in der Zeit bei Thesaurierern frei schätzen - und zwar zurück bis 1994 /unabh. von wann Sie die Papiere tatsächlich gekauft haben...z.B. 10Tsd€ Steuerschukld oder 50.000,-...
    Die Jahressteuerbesch. bitte als Anlage im Original beifügen!!
    Ausschüttungen werden automat. zeitnah ans Amt abgeführt...

    Tip: Ausl. KAG´s haben oft irgendwelche Steuerjahre! D.h. hier dauert die eff. Zustellung der Bescheinigung (von der Depotbank!) häufig bis Juli/August!
    ->beim Amt einfach mit dem Hinweis auf thesaurierende Depots mit ausl. Fonds eine Abgabefristverlängerung (bis Sept.!) beantragen - formlos /Prozedur muß leider jedes Jahr wiederholt werden...
    Mit Steuerberater/Hilfeverein hat man routinemäßig noch länger Zeit.

    "Wie geht der Fondskauf?"
    ->ganz Praktisch: Für einen Fondssparplan eröffnen Sie einfach ein Depot (über Vermittler!). Die großen Fondsbanken in der BRD sind Ebase, FFB, sowie FODB.
    Liste der freien Vermittler über Internet.
    Der Sparplan wird automatisch vom Girokonto gelastschriftet, typischerweise monatlich. Sonst müssen Sie nix mehr tun...

    "Wovon lebt dieser Vermittler bei 100%Rabatt und die Depotbank bei Gratisdepot denn dann?"
    ->na, die gehen Kllauen natürlich...Quatsch: Ein Bestandteil der Fonds-TER (wird dem Fondsvermögen täglich anteilig entnommen -vom Managment) ist die sog. Bestandsprovision (bei 1,5% wäre das typischerweise etwa 0,4); diese Provi teilen sich Fodnsbank und Vermittler...
    Das haben Sie also sowiso schon gezahlt mit der TER; der Hausbank (10€Depotgebühr, 5%Agio, 10%Performance-Fee...) steht normalerweise keine Bestandsprovi zu, aber dort wird stillschweigend kassiert - Sie können das zurückfordern, praktisch läuft das aber Meistens auf eine Klage hinaus...
     
  4. Fippel

    Fippel Gast

    Vielen Dank!

    Mit "nett" meinte ich auch eher "nett für ein Girokonto".

    Gruß
    Fippel
     
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