Rohstoffe 2012: Nächste Ölkrise?

Dieses Thema im Forum "Rohstoffe - Edelmetalle - Metalle" wurde erstellt von Zinser, 26.08.2011.

  1. Zinser

    Zinser Gast

    Hallo Zusammen,

    viele Anleger befürchten das in 2012 wieder zu einer Ölkrise kommen könnte.

    Grund dafür wird halt mit abnehmender Investoren, weniger Anbieter und mit Konflikten angegeben.

    Öl wird knapp, das ist glaube ich schon jedem klar doch wird dies jetzt zu einer Ölkrise in 2012 führen?

    Die Erste Bank prognostiziert für das laufende Jahr einen durchschnittlichen Preis von 72 Dollar je Barrel der Sorte WTI.

    Was sagen jetzt diese Zahlen aus?

    Wie wird sich der Preis in Zukunft entwickeln?

    Müssen die Verbraucher mit überteuerten Ölpreisen rechnen?

    Was glaubt ihr ? Wird es in 2012 eine weitere Ölkrise geben?

    Wie kann man sich euer Meinung nach davor am besten schützen?

    Schreibt einfach mal eure Ideen hier rein.

    Dankeschön!
     
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  3. Gast

    Gast Gast

    gar nicht

    was die meisten nicht verstehen (wollen?) ist:
    die noch vorhandene ölmenge hat keinen nennenswerten einfluss auf die verfügbarkeit von öl.
    EROEI ist das stichwort!
    es geht um den erntefaktor (eroei) und sonst gar nichts. (googelt danach)
    wir müssen heute fast 14 mal mehr energie investieren um an die gleich ölmenge ranzukommen wie noch vor 100 jahren.
    wenn der eroei auf 1:1 gesunken ist - kann man aus physikalischen gründen kein weiteres öl mehr fördern - dabei ist es vollkommen unwichtig wie viel öl noch irgendwo schlummert!

    in den usa gibt es ein rießiges ölschieferfeld - auf dem ruhen sich die politiker aus - aber der erntefaktor dort liegt bei 0,7:1
    das bedeutet das man 30% mehr energie investieren müsste als man dann im endprodukt drinnenstecken hätte - auf diesem feld wird nie geerntet werden!!! dieses "ölfeld" ist also nur eine wertlose beruhigungspille für das unbedarfte volk...

    mengenangaben an sich haben also keinerlei bedeutung - das eroei - der erntefaktor ist das wesentliche...
    es ist auch vollkommen unwichtig wieviel man zu zahlen bereit wäre - geld kann man drucken - energie die zur förderung und verarbeitung benötigt wird kann man aber nicht drucken!
    wir erreichen soeben die physikalischen grenzen des wachstums!
    und die physik können auch die besten ökonomen mit ihren "mit geld ist alles machbar" phantasien nicht verändern!!!


    um die "welt" umfassend - also für viele verfügbar - auf "ölfreiheit" umzubauen bräuchten wir unmengen an fossilen rohstoffen - zusätzlich zum bereits bestehenden verbrauch für die laufende wirtschaft - daraus wird also nichts mehr.
    abgesehen davon das es nur so viel "seltene erden" gibt um maximal 1/3 der bestehenden fahrzeuge durch elektrische zu ersetzen - akkus sind aber schnell kaputt und recycling braucht ? ... ja genau: energie aus fossilen...
    es wird also auch keine nennenswerte "e-mobilität" geben!.
    (mit nachwachsenden rohstoffen ist es definitiv nicht möglich eine exponentiell wachsende wirtschaft zu betreiben - denn nichts in der natur kann dauerhaft exponentiell beschleunigt nachwachsen - unser wirtschaftssystem wird also - durch naturgesetze bedingt - zugrunde gehen - unabwendbar)
    und da wir (dank "grüner" revolution aus den 60ern) pro erzeugter kalorie an nahrung etwa 10 kalorien an öl verbrauchen ... wird es schwierig sein (gerade bei "uns" im westen) die nahrungsversorgung aufrecht zu erhalten...

    um das ganze abzukürzen:
    ich habe mich vor kurzem mit einem explorationsgeologen über dieses thema unterhalten - er hat das gespräch mit einem satz beendet:
    zitat: "die zukunft der fortbewegung ist die kutsche"

    alles was ich das schreibe kann jeder selbst nachrechnen - und vergesst nicht dass unser finanzsystem (durch zinseszins) exponentielles wachstum verlangt! ihr müsst also lernen mit der x hoch y taste am taschenrechner umzugehen...

    "The Party's Over "
    ist der titel eines sehr lesenswerten buches über erdöl.....

    ich persönlich bereite mich darauf vor indem ich mich intensiv mit permakultur und naturheilkunde beschäftige!!!!!
    den ohne öl keine pharmaindustrie und permakultur kommt ohne dünger, pesti-, fungi-, herbizide aus - die allesamt aus erdöl hergestellt werden... gas hat eine wesentlich geringere energiedichte (geht also kurz (4 bis 5 jahre) nach dem öl zur neige) und die gute und leicht erreichbare kohle haben wir bereits im 19 jahrhundert verbraucht...
    (wenn die iraner im falles eines krieges tatsächlich die straße von hormus schließen wars das sowieso mit unserer wirtschaft)



    das motto der zukunft: de-globalisierung!

    schönen tag noch.


    ps.: unbedingt lesen - ist aktuell und von einem mathematiker - aber ohne mathe ;-)
    wwwhomes.uni-bielefeld.de/mkracht/html/handbuch.pdf
     
  4. aldo

    aldo Erfahrener Benutzer

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    16.01.2012
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    205
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    0
    Hallo,

    Ölkrisen sind berühmte Maßnahmen von Ölproduzenten um die Ölpreise in die Höhe zu schnellen.

    Daran sind aber auch die AMiS und die Russen beteiligt.

    Eine Ölkrise nach dem Anderen bahnt sich an.

    Unter diese Preistreibereien leiden leider in erster Linie die Entwicklungsländer und Europa.

    Dagegen können sie aber nichts unternehmen.

    Die Mehreinnahmen durch den Preisanstieg fließen aber in die Taschen reichen arabischen Ölscheichs.

    Diese wiederum ihr Geld in der USA und Europa anlegen.

    So unglücklich sind die Amis und die Europäer nicht.

    Folglich leiden die armen Entwicklungsländer.

    Gruß
     
  5. Ubama

    Ubama Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
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    Beiträge:
    247
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    in dem Bericht von dem so berühmten Club of Rome wurde aus dem Jahre 1976 wurde sorgenvoll geschrieben, dass wir im Jahre 2010 keine Öl mehr haben.

    Seit dem aber wird immer wieder von Öl-Verknappung geredet.

    Aber noch ist das Öl nicht zu Ende.

    Aber was statt dessen ist passiert?

    Der Ölpreis hat sich verzehnfacht.

    Ich glaube schon, dass die Ölmultis aber auch vor allem die großen Staaten den Kleinen nur Angst einjagen um ihre Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu sichern.

    Es wird endlich Zeit, dass alternative Energiequellen erschlossen werden müssen.

    Aber auch daran werden wieder die heutigen Akteure beteiligt sehen.

    Sie werden das Spiel von vorne beginnen lassen werden.

    Solange kein Weltregierung herrscht werden die größere Staaten die kleineren ausbeuten.

    Öl ist ein sehr wichtiges Werkzeug in diesem Ausbeutungsmechanismus.

    Gruß
     
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