Sparen...aber wie?

Dieses Thema im Forum "Fest- Tagesgeld, Geldanlagen und Investmentfonds" wurde erstellt von Minister, 18.08.2013.

  1. #1 Minister, 18.08.2013
    Minister

    Minister Gast

    Hallo,
    ich würde gern etwas Geld ansparen, bin mir aber absolut unsicher was für mich die beste Methode ist.

    Letzte Woche hatte ich einem Termin bei meiner Bausparkasse wegen meinem auslaufenden Bausparvertrag. Dort wurde mir die Wohn-Riester ans Herz gelegt.
    Angeblich ist das ganze super toll. Kein Mensch macht damit Verluste und alle haben über 25% Rendite...
    Nunja alles hab ich ihm dann auch nicht geglaubt. Er rechnete ein Beispiel mit mir durch: Ich müsste monatlich ~54€ einzahlen und würde 154€ Grundzulage/Jahr bekommen + einen Steuervorteil von 57€ was eine Rendite von 33% macht.
    Jetzt ist die Frage was mich da noch an Überaschungen erwartet. Des weiteren gäbe es wohl keinerlei Gebühren außer der 1% Startzahlung für den Bausparvertrag.
    Rechnet sich das wirklich oder würde ich später noch so viele Abzüge bekommen, dass ich das Geld lieber auf einem fest verzinsten Konto bei 1,5% anlegen sollte?

    Womit ich bei der zweiten Möglichkeit wäre. Ein fest verzinstes Konto (Fest-, Tagesgeld) mit etwa 1,5% wie es die RaboDirekt anbietet klingt recht interessant. Keine Gebühren und man hat das was man einzahlt mit 1,5% jährlich verzinst, punkt. Einfach und übersichtlich.

    Dann hab ich noch eine andere Möglichkeit gefunden, die ich sehr interessant finde: CosmosDirekt Flexibler VorsorgePlan bzw. Flexibles VorsorgeKonto.
    Beim VorsorgePlan zahle ich z.B. ab dem 01.01.14 100€/monat auf das Konto und bekomme dafür im ersten Jahr 1,2%. Für das bis zum 31.12.14 eingezahlte Geld bekomme ich ab dem 01.01.15 1,5%. Alles was zwischen 01.01.15 und 31.12.15 eingezahlt wird bekommt 1,2%. Im 3 Jahr das gleiche wieder. Die Zahlungen aus dem ersten Jahr werden mit 2,5% verzinst, die aus dem zweiten Jahr mit 1,5% und die aus dem dritten Jahr mit 1,2%. Ab dem vierten Jahr kommt das gesamte Geld und alle folgenden Zahlungen in die vierte Stufe, die derzeit bei 3,5% liegt aber nicht garantiert werden kann. Sollte mir der Zinssatz nicht mehr gefallen nach 3 Jahren, könnte ich aber innerhalb von einem Monat alles Kündigen.
    Beim VorsorgeKonto hätte ich eine einmalge Einlage am Anfang des Vertrages, der die gleiche Zinsstaffel durchläuft wie oben.
    Auszahlungen sind bei beiden Angeboten immer zum ersten eines Monats möglich, was mir i.d.R. ausreichen würde.
    Ich könnte so Beispielsweise mein bisher auf dem Sparbuch angespartes Geld in einem VorsorgeKonto anlegen und würde nicht auf den dortigen 0,2% Zinsen sitzen bleiben und könnte zusätzlich einen VorsorgePlan eröffnen, in dem ich monatlich etwas zusammenspare.

    So jetzt hab ich genug erzählt. Was denken Sie über die Möglichkeiten und was würden Sie mir empfehlen?
    Wie verhält sich ganze eigendlich Steuerlich im Vergleich zu meinem bisherigen Sparbuch?
    Für einige aufklärende Worte und Gegenüberstellungen der Angebote wäre ich sehr dankbar.
     
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  3. #2 Unregistriert, 18.08.2013
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    Wohnriester lohnt sich für Leute, die ganz sicher bauen/kaufen werden und ein gutes Angebot identifizieren können.
    Es gibt allerdings einige Haken:
    a) man muß selber drin wohnen, (teil)vermieten ist verboten!
    b) man darf nicht (förderunschädlich) verkaufen!
    c) es muß bis zum Renteneintritt (+2/3 Jahre...) vollständig getilgt sein!
    d) wer beuflich umziehen muß, darf die Immo trotzdem nicht aufgeben!
    e) die Finanzierung ist im Rentenalter steuerplichtig!
    f) es gibt KEINE Cashrente!

    Fazit: Der ideale Kunde ist ein Beamter, der seinen Job sicher hat und der nicht gezwungen werden kann, einen anderen Job (außerhalb) anzunehmen! Außerdem ist der Kerl mit einer Frau verheiratet, die entweder konservativ oder ängtlich oder Beides(...) ist und sich daher garantiert nicht scheiden läßt - so wie in inzwicshen 2 von 3 Fällen in stark urbanisierten Gegenden!
    Wer, aus welchem Grund auch immer, abbricht, hat bis zum Folgejahr Zeit die fiktive Summe in einem anderen Riesterkonstrukt anzulegen. D.h. Sie müssend en Batzen aufringen können - problematisch wenn Verkauft zu einem Rezessionskurs oder Frau mit ihren "50%" fort geht...
    Gelingt die Wiederanlage im Riesteruniversum nicht, kommt die Steuerforderung - im Folgejahr auf Einmal!!

    Zum System:
    Es handelt sich im Prinzip um einen geförderten BSP. Auf die Zahlrate sowohl in der Einzahl- wie der Auszahlphase bekommen Sie die Förderung und den Steuervorteil auf die Steuererklärung. Die Rückerstattung vom Finanzamt fließt aber nicht in den Vertrag!
    Wenn das Projelt fertig getilgt ist, wohnt der Mensch dort mietfrei und es gehört ihm/ihr ganz alleine...
    Das fiktive Wohnförderkonto beim Anbieter besteht allerdings fort und wird fortwährend in der Einzahlphase mit 2% hypothetisch verzinst. Damit gibt es also einen Batzen. In der Auszahlphase wird dieser verteilt auf bis zum 85.Jahr jährlich anteilig zur Steuer gerechnet - persönlicher Satz als Rentner...
    ->Wenn Sie nochmal bei Ihrer Kasse sind, lassen Sie nochmal genau rechnen!! Finanztest empfiehlt einen genauen Tilgungsplan mit steuerlicher Schätzung (das kann man nur Schätzen, weil Ihre zukünftigen Einkommen ja bisher im Dunkeln liegen).
    Die Angebote der Kassen sind unterschiedlich! Einige verzichten auf die Kontoführungsgebühr. Dabei gibt es also "nur" die 1%ige Abschlußgebühr und die Zinslast in der Tilgung.
    Bei kleinen Sparsummen, wie Ihrer, hat im Vergleich aus Ft 11/2012 der Anbieter Aachener mit dem Tarif >G< gewonnen - mutmaßlich auch wegen der Bonsuverzinsung, diesen Tarif auch für Unentschlossene atraktiv macht.
    Dieser Modellkunde hatte ien Jahreseinkommen von 20.000,- bei 1 Kind 40€ Eigenbeitrag monatlich leisten - bei 339€ Zulage. Dieser Klient hat nur das Mindeste für max. Förderung im inneren Kreis geleistet/der steuervorteil wr nachrangig.
    Bei größeren Ambitionen (ganzes Wohngrundstück usw...) hat regelmäßig Wüstenrot mit dem Tarif RB/FX gewonnen. Diese Klienten hatten den Förderrahmen von 2100,-/p.a schon auszufüllen...
    Maßgebend in dem Test war die Frage "wie viel bekommt man wofür"!
    Auch in 2012 wurde die Beratungsqualität bei den BSK geprüft/ verdeckt natürlich. Anschleißend wurden die Beratugsleistungen auf gezielt finguierte Legenden ausgewertet. Jede Kasse bekam mehrfachen Besuch in unterschiedlichen Gegenden. Ergenbis: Wüstenrot hat die fairste Beratung! Einige Andere habend abei ziemlich mies abgeschnitten, das geht von Weglassungen bis gezielte Falschberatung! Die mit am Schlechtesten gemachte Beratugnsqualität gabes u.a. bei der Deutschen Bank, aber auch bei eienr Vielzahl anderer/LBS ist abh. vom Bundesland - manchmal oho und manchma pfui!

    TG: Muß normalerweis jeder Verbraucher haben - kostenloser Parkplatz, auch für kleines Geld! Wegen der wenig attraktiven Marktsituation derzeit aber kaum geeignet für größere Summen. Mit der Inflation machen Sie derzeit nämlich effektiv rückwärts! Ausblick: Mit dem Italiener ist in der EZB der Bock zum Gärtner gemacht worden, es steht zu erwarten, daß wie am Anfang einer historischen Niedrigzinsphase stehen; die Entwicklung der Inflation wird derzeit noch gebremst, aber das thema wird SICHER noch kommen! Griechenland wird zum Jahreswechsel eine neue nächste Spritze brauchen...
     
  4. #3 Minister, 18.08.2013
    Minister

    Minister Gast

    Wow danke für die gute Erläuterung.
    Davon hat der nette Herr von der LBS natürlich nichts erwähnt, obwohl ich ihm deutlich gesagt hatte, dass es bei mir noch nicht sicher ist, ob ich mir Wohneigentum zulegen werde. Ich würde schon gern in der Zukunft etwas eigenes Aufbauen, aber sicher ist da garnichts. Genauso schilderte ich ihm, dass mein Verdienst in nächster Zeit sehr unsicher ist, da ich bald meinen Beruf aufgebe um studieren zu gehen.
    Er meinte nur ich könne ja die monatliche Rate senken oder gar ganz einfrieren.
    Aber unter anbetracht der Punkte a-f, vorallem b, c und d scheidet der Wohn-Riester klar aus. So sicher stehe ich noch nicht im Leben, dass ich sagen könnte was in 10 oder 20 Jahren passiert.

    Das muss ich noch ändern, da ich momentan nur ein Sparbuch, mit vergleichsweise miserablen Zinsen, besitze.

    Der Blick in die Zukunft ist interessant... Denken Sie der Zins wird in den nächsten Jahren weiter so rapide absinken wie in den vergangenen 4Jahren? Da stellt sich immermehr die Frage ob man nicht doch das CosmosDirekt Angebot mit 3Jahren festem Zinssatz ins Auge fast.
     
  5. jonasb

    jonasb Gesperrt

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    Neben sparen, sollte man auch die Ausgaben einfach kürzen. Kann sich auf Dauer mehr lohnen als es den Anschein hat.
     
  6. Liaata

    Liaata Benutzer

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    Hi!
    Wenn du Geld in jungen Jahren sparen möchtest, kann ich dir dringend davon abraten, einen langfristigen Vertrag abzuschließen.
    Ich würde wie folgt vorgehen:

    Zunächst musst du dir Gedanken über dein Anlageprofil machen.
    Müssen 100% deines Kapitals völlig sicher sein, oder möchtest du einen Teil auch etwas risikoreicher anlegen?

    Anschließend würde ich zwei Tagesgeldkonten eröffnen.
    Stelle alle deine Versicherungen auf eine jährliche, statt einer monatlichen Zahlung um. So reduzieren sich die Beiträge teilweise enorm.
    Nun machst du einen monatlichen Dauerauftrag in Höhe von 1/12 der zuzahlenden Beiträge auf Tagesgeldkonto 1 und lässt die Versicherungsbeiträge dort abbuchen.
    Auf Tagesgeldkonto 2 zahlst du monatlich eine gewisse Sparrate ein. Diese sollte bei etwa 5-15% deines Einkommens liegen.
    Während du dies tust, kannst du dir Gedanken darüber machen, was du mit dem Geld anstellen willst und welches Risiko du eingehen möchtest.

    In der Regel sollte man grob 50% auf dem Tagesgeldkonto lassen, 40% in einen gesunden mix aus beständigen Aktien, Rohstoffen und Fonds anlegen und 10% in risikoreichere Felder wie spekulative Aktien, Währungen oder das, was einem Spaß bereitet.
     
  7. #6 Finance_2ME, 18.08.2014
    Finance_2ME

    Finance_2ME Gesperrt

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    Hallo, wenn du Geld ansparen möchtest, kann es hilfreich sein, dass du auch deine Ausgabenseite betrachtest. Ich habe durch eine gute Steuerberatung eine Menge Geld sparen können. Wenn man sich damit ein wenig beschäftigt und sich Tipps anschaut, dann wirst du langfristig eine Menge Geld sparen können. Bei mir lag besonders viel Potenzial bei meiner Lohnsteuer. Das solltest du dann in langfristige Finanzprodukte investieren, deren Risiko überschaubar ist.
     
  8. #7 dermarko, 21.08.2014
    dermarko

    dermarko Neuer Benutzer

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    Ja einfach wenn du was kaufst auf den Preis achten und Gutscheine beim kaufen einlösen z.b oder halt immer langsam etwas zurücklegen.
    Man brauch kein Bausparvertrag o.Ä. es reicht auch wenn du es einfach zur seite Legst.
     
  9. #8 FrankSchof, 01.09.2014
    FrankSchof

    FrankSchof Neuer Benutzer

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    Sehe das genauso. Schau dir deine Ausgaben an und prüfe wo du was einsparen kannst (Versicherung, Handyvertrag ect.). Lege das übrig geblieben Geld an in z.B. Rentenfonds oder (wenn du warten kannst) in Aktienfonds an
     
  10. #9 Karl Georg, 30.04.2015
    Karl Georg

    Karl Georg Gast

    Hallo,
    also es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten zu sparen. Die eine Möglichkeit liegt darin, mehr Geld zu verdienen. Die andere darin weniger Geld auszugeben. D. h. man sucht sich Geldfresser und versucht diese zu verringern. Als kurzes witziges Beispiel, kann man beispielsweise auf seinen täglichen Kaffee für 1 € verzichten und schon hat man im Monat 30 Euro mehr. Natürlich ist das jetzt nicht die Lösung: Wichtig ist das man für sich selbst festlegt, was einem wichtig ist und dann eben zielgerichtet Kosten reduziert. Große Geldfresser können zum Beispiel auch alles was mit Strom zu tun hat sein, wie z.B. der Kühlschrank (je nachdem wie alt). Oder Heizkosten können auch ins unermessliche steigen, da lohnt sich oft auch beispielsweise ein Wechsel auf Gas. Vielleicht fährt man auch ein zu teures Auto, weshalb man eben auch hier abwägen muss, was man letztendlich wirklich will. Aber generell gilt, ausfindig zu machen, was Kosten verursacht und diese dann über kurz oder lang zu reduzieren!

    Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen :)

    LG
     
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  12. arni

    arni Neuer Benutzer

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    Ich würde ein Mix aus Aktien empfehlen, sonst kannst du eigentlich nur Geld verlieren. Etwas anderes ist gar nicht möglich. Allerdings ist die Vermögenspreisinflation derzeit weit höher als die normale Inflation. Die Inflationsrate der Güter des täglichen Lebens ist bei ca. 0,4 %. Was ich eigentlich damit sagen will: Wenn man gar nicht soviel Geld hat, dann ist das ganze gar nicht so tragisch.
     
  13. Eddi85

    Eddi85 Erfahrener Benutzer

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    Aktien sind immer gut, wenn man sich ein bisschen auskennt. Und wie kammer es schon sagt, wenn man nicht gleich alles investiert und es nicht den gewünschten Erfolg bringt, ist man hinterher auch nicht so enttäuscht. Andererseits könnte man um zu sparen auch ein Sparkonto anlegen oder einfach schauen wo man die meisten Ausgaben hat und dort ansetzen z.B. beim Einkaufen von Lebensmitteln, Strom- bzw. allgemein Energieverbrauch etc. Dann könnte man ja auch Verkaufsplattformen wei eBay nutzen um ein paar Sachen loszuwerden und sich ein wenig was dazu verdienen. Karl hat auch gute Tipps gegeben.
     
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