Was bedeutet Bauordnung gemäß §34?

Dieses Thema im Forum "Rund um Baufinanzierung" wurde erstellt von Gast, 25.11.2011.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo,

    ich habe vor ein Baugrundstück zu kaufen, was ich bei Immoscout gefunden habe.

    In der Anzeige steht folgender Text:

    Das Grundstück liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes, kann jedoch nach § 34 Baugesetzbuch bebaut werden.
    Eine mündliche Bauvoranfrage bei der Stadt hat eine Baugenehmigung für die Bebauung analog der auf der anderen Straßenseite erstellten Mehrfamilienhäuser in Aussicht gestellt. Auch die Bebauung mit Doppelhäusern wäre denkbar.



    Was bedeuten die Anmerkungen hinsichtlich §34?

    Ich kann mit dieser Anmerkung nichts anfangen.

    Bitte um Hilfe

    Gruß
     
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  3. #2 hamasor, 26.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 26.11.2011
    hamasor

    hamasor Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    18.09.2011
    Beiträge:
    380
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    0
    Hallo,

    in Deutschland herrschen strenge, wenn überhaupt nicht strengsten Regeln für das Bauen.

    Die Baugesetze, in der modernen Welt, sind die ältesten und strengsten auf der ganzen Welt. Es gibt nirgendwo solche detaillierte Gesetze.

    Die Einhaltung wird auch zwingend durchgesetzt. Die Baubehörden reisen dir dein Haus ab, wenn du die Vorschriften übertreten hast und noch hinzu bekommst du saftige Strafen.

    Hier der Auszug aus dem Baugesetzbuch hinsichtlich § 34:

    (1) Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden.


    (2) Entspricht die Eigenart der näheren Umgebung einem der Baugebiete, die in der auf Grund des § 9a erlassenen Verordnung bezeichnet sind, beurteilt sich die Zulässigkeit des Vorhabens nach seiner Art allein danach, ob es nach der Verordnung in dem Baugebiet allgemein zulässig wäre; auf die nach der Verordnung ausnahmsweise zulässigen Vorhaben ist § 31 Abs. 1, im Übrigen ist § 31 Abs. 2 entsprechend anzuwenden.


    (3) Von Vorhaben nach Absatz 1 oder 2 dürfen keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden zu erwarten sein.


    (3a) Vom Erfordernis des Einfügens in die Eigenart der näheren Umgebung nach Absatz 1 Satz 1 kann im Einzelfall abgewichen werden, wenn die Abweichung;

    1. der Erweiterung, Änderung, Nutzungsänderung oder Erneuerung eines zulässigerweise errichteten Gewerbe- oder Handwerksbetriebs oder der Erweiterung, Änderung oder Erneuerung einer zulässigerweise errichteten baulichen Anlage zu Wohnzwecken dient,
    2. städtebaulich vertretbar ist und
    3. auch unter Würdigung nachbarlicher Interessen mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist.
    Satz 1 findet keine Anwendung auf Einzelhandelsbetriebe, die die verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung beeinträchtigen oder schädliche Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden haben können.


    (4) Die Gemeinde kann durch Satzung

    1. die Grenzen für im Zusammenhang bebaute Ortsteile festlegen,

    2. bebaute Bereiche im Außenbereich als im Zusammenhang bebaute Ortsteile festlegen, wenn die Flächen im Flächennutzungsplan als Baufläc
    he dargestellt sind,

    3. einzelne Außenbereichsflächen in die im Zusammenhang bebauten Ortsteile einbeziehen, wenn die einbezogenen Flächen durch die bauliche Nutzung des angrenzenden Bereichs entsprechend geprägt sind.

    Die Satzungen können miteinander verbunden werden.


    Gruß
     
Thema: Was bedeutet Bauordnung gemäß §34?
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