Welche Fondssparpläne sind zu empfehlen?

Dieses Thema im Forum "Fest- Tagesgeld, Geldanlagen und Investmentfonds" wurde erstellt von Margilla, 21.12.2011.

  1. #1 Margilla, 21.12.2011
    Margilla

    Margilla Gast

    Guten Tag,

    welche Fondssparpläne kann man denn zur Zeit ruhigen Gewissens nehmen? Ich bin auf diesem Gebiet leider total unerfahren, möchte aber einen monatlichen Beitrag von rund 130 Euro anlegen. Da erschien mir ein Fondssparplan als richtig. Wäre schön, wenn ihr mir dabei ein wenig helfen könntet.

    Viele Grüsse

    Margilla
     
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  3. #2 Unregistriert, 21.12.2011
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    also das kann man unmöglich zur vollen Zufriedenheit beantworten! Wenn man in die Topperformerlisten, etwa von Finanztest schaut, dann bemerkt man, daß sich das im Laufe weniger Jahre dauernd ändert...
    Grundempfehlung: Bei 1 Fonds auf jeden Fall ein weltweit anlegendes Vehikel.
    Dort gefällt mir vom Ansatz her etwa der M&G Global Basic (Kennung GB!), der aber zuletzt durch die Krisenhängebauchzeit nicht unter den Topperfomern verbleiben konnte.
    Vorteil: Ausl. thesaurierend, d.h. keine automatische Abführung der Abgeltugnssteuer. Weil Sie Anfänger sind, erläutere ich das viell. kurz mal:
    Aktien, Rentenpapiere und ihre Fonds kosten seit 09 Abgeltungssteuer (25%+Soli+Religionstaxe auf alle Wertsteigerung/ bei Veräußerung). Von allen ausschüttenden Fonds und den inländischen Thesaurierern (das Wort bedeutet `legt Ausschüttungen, wie z.B. Aktiendividenden und Zinsen automatisch wieder an) wird die neue Steuer mit der Abrechnung (jährlich) spätestens von der Depotbank ans Finanzamt abgeführt. Weil mit der Dividendenzahlung an die Anleger natürlich der Kurs belastet wird (klar, wo soll der Schotter sonst auch herkommen?), gibt es da jedesmal eine Delle. Die Steuer führt also dazu, daß Sie hier dauern Bröckel abgeben. Vergleich Sie das mit einem undichten Getreidekipper auf irgendeiner Farm - der Bauer bringt die Ernte zur Mühle aber es rießelt halt auf dem Weg dahin eben ein Teil vom Anhänger.
    Bei den ausländischen Thesaurierern hat die dt. Finanzbehörde keinen Autozugriff. Hier gibt es also erst mal eine 100%-Wiederanlage auf Fondsebene. Heißt als Langzeitsparer bleiben Sie hier clean.
    Aber: Das Finanzamt will natürlich trotzdem sein Geld...
    Von der depotführenden Stelle, wenn das also eine Gute ist, bekommen Sie eine Jahresendabrechnung. Von den 3 großen Fondsbanken in der BRD, also Ebase, FFB sowie FODB kann ich persönlich es schlußendlich wegen begrenzter Erfahrung nur für Letztere verbürgen. Dort bekommen Sie eine saubere Aufstellung mit fertig gerechneten Werteintragungen in die Steuerformulare mit Zeilenangabe, (betrifft in der Sparphase hauptsächlich nur die Anl. KAG, bei Verkäufen aber auch SO...) . D.h. bei den ausländischen Thesaurierern müssen Sie die Steuer nebenher aufbringen, sofern ihr -Freistellungsauftrag- erschöpft ist!
    Aufwand: Bei einem Sparplan in Höhe von 130€ eher überschaubar. Das sind Peanuts! Der Freistelli beläuft sich auf max. 801€; gemeinsam veranlagte Paare 1602€), d.h. man bleibt da ganz lange sauber. Aber aufpassen: Wenn Sie nebenher Tagesgeld usw. machen, heißt das, daß Sie Ihren Freistelli anteilig splitten müssen, indem Sie bei jedem relevanten Insitut eben Teilantrag stellen (das Formular gibt das locker her...). Ich sage mal grob, bei 500€ freigestellt, geht das bei Ihnen mutmaßlich Jahrzente gut ohne Bröckelverluste - anders sieht es freilich aus, wenn Sie mal anfangen mit Hundertausendern zu hantieren oder mit Millionenbeträgen, da wedern Sie dann Premiumkunde beim Finanzamt...
    Selbst wenn der Freistelli ausgeräumt ist, verbleibt die Mögl. mit anderen Erstattungen zu verrechnen, die Steuer bietet da ja mittlerweile einen üppigen Garten an.

    Wenn Ihnen das zu kompliziert ist (ist es eigentlich nicht, wenn man es mal gemacht hat, ist es easy), und Sie lieber einen dt. Fonds wollen, empfehle ich risikobegrenzt (RK 3 1/2) den DWS Top Dividende. Soclhe Fonds ahben halt natürlich maximierte Ausschüttungen!

    Bei den Mischfonds konnte sich in der anhaltenden Krise der Mischfonds von Flossbach&Von Storch gut durchsetzen. Der kauft also einen Mix aus Staatsanleihen und Aktien, das kann in Krisenzeiten gut gehen (viele Mischfonds floppen aber auch), kostet in Boomphasen aber meist Rendite. Außerdem hat auch der Flossbach, wie sein großer Konkurrent Carmignac Investissement (Kennung FR!), eine sog. Performance-Fee (also besonders hohe Managmentvergütungen...). Das ist leider sehr modern geworden, besodners bei den Fondsboutiquen, aber auch z.B. bei den Union-Fonds des Raiffeisenverbandes!

    Der M&G ist auch in der Hinsicht sauber, so wie die meisten DWS-Fonds. M&G ist eine große Anlage-KAG mit vielen Fonds und der GloB gehört zu einem sog. Umbrella-Konstrukt, wo mehrere Fonds "verbandelt" sind. Hinzu treten dort der Global Growth und der Global Leaders; ein weiterer Weltfonds von denen, der Global Dividend ist jünger und nicht im Konstrukt vereinigt. Generell kann gesagt werden, das insbesondere bei M&G die Manager keine Egomanen sind, sondern die haben gemeinsame Besprechungen, wo Schnittmengen intensiv diskuttiert werden und wo die Analystenteams konkrete Tips austauschen; man kann das ruhig Synergiebildung nennen. Bei anderen großen KAGs, wie z.B. DWS, Baring, Fidelity, uvm. mag das ähnlich sein. Die kleinen Projekt-KAGs haben ihre Stärke hingegen in größerer Unabhängigkeit und mutmaßlich höherer Flexibilität; das geht nicht immer auf, z.B. der deutsche `Lingohr Systematik´ durchläuft derzeit auch eine ausgespochene Durststrecke. Es gibt versch. Anlagestile. Die wichtigsten sind:
    -Wachstumsstrategie (Graham French von M&G usw.)
    -Value, also die gezielte Suche nach eintelnen unterbewerteten Titeln mit Aussicht auf Steigerungspotential/ Stichwort KGV, GBV etc. (z.B. Lingohr Sys. usw.)
    -Dividendenstrategie, Fokkus auf große Unternehmen mit traditionell hohen Ausschüttungen (DWS top Divi).
    Andere
    -Bottom-UP (diverse Fonds, die sich sehr oft geographisch orientieren und das Geld dann systematisch auf vesch. Cap-Sizes verteilen, d.h. orientierung nach Raum und Firmengrößenstruktur.
    -Viele Fonds mischen das auch in Wirklichkeit. Also schauen Sie sich bsp.weise hier den DJE Dividende&Substanz an, das ist auch eine kleine KAG und der fodns hat auch eine Performance-Fee...

    Depotdiskussion:
    Bei FODB gibt es das Einsteigerdepot für 1 Fonds rel. preiswert, ich glaube 15€ Depotgebühr. Viele Vermittler gewähren auf dieses Depot genrell einen 100% Rabatt ab einem Anlagevolumen von 20.000,- (in KW 50-52 eines Jahres).
    Bei Ebase kostet ein Depot auch einen Brocken; viele Vermittler mit 100%-Rabatt ab 25.000,- Anlagevolumen.
    Bei der FFB ist insbesondere der Fonds-Super-Markt empfehlenswert. Keine Depotgebühr ab 0€, dafür hat die FFB Gebühren für Fondstausch eingeführt, also wenn Sie irgendwann mal das Pferd wechseln wollen (sehr wahrscheinlich über mehrere Jahrzehnte...), gefällt mir die FODB persönlich besser, insbesonder auch im Hinblick auf VL. Falls Sie nämlich VL-begünstigt sind (Arbeitgeber und manchmal zusätzlich Papa Staat), finden Sie hier die besten Bedingungen. Nämlich zieht die FODB die VL-Sparplangebühren erst zum Ende der 7-jährigen Laufzeit ab (anders als die FFB, die jährlich aus dem arbeitenden Geld abführt.
    Bei Ebase ist ein VL-Sparplan kostenlos beim normalen Depot (das kostet...) mit dabei. Das mag für Leute interessant sein, die schon mehr Kohle beisammene haben und differenziert sparen wollen. Dann wird andererseits bei dieser Depotbank der Alphatarif (Kickbackdepot) interessant -> Googeln!

    Vermittlerdiskussion: http://www.test.de/filestore/defaul...pe=file&id=freiefondsvermittler&filetype=file

    Haben Sie Riester schon abgedeckt?
    Wenn nicht: Es gibt hier die Mögl., das Thema Fondsparplan in die Förderschiene der gesetzlichen Altersvorsorge zu packen. Das hat gewisse Vorteile, u.a. Beitragsgarantie, keine Abgeltungssteuer (sondern pers. Satz im Rentenalter), Flexibilität (Gewinne auf Einzahlungen zw. 2100,- und 5000,-/je p.a. werden steuerlich nur hälftig erfasst, außerdem können Sie sich diese Überzahlungen bei Start der Auszahlungspahse sofort vollumfänglich auszahlen lassen!). Das ist aber eine andere Geschichte -> RE. bei Interesse!
     
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