Wie funktioniert die Wohn-Riester?

Dieses Thema im Forum "Riester-Rente" wurde erstellt von 9gag, 09.03.2012.

  1. 9gag

    9gag Gast

    Tag zusammen,

    wie genau funktioniert denn die Wohn-Riester gegenüber der normalen Riester? Hab gehört das man das auch umstellen kann. Und dann auch nur für ein Haus oder eine Wohnung nutzen kann.
     
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  3. #2 Unregistriert, 09.03.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    Wohnriester funktioniert im Prinzip wie ein herkömmlicher Bausparvertrag - Sie bekommen in der Ansparphase die Förderung auf Ihre Einzahlungen und in der Darlehensphase halt auf die Tilgungsleistungen.
    Grob gesagt lohnt sich das daher, wenn man es auf die Kreditumgebung fokkusiert. Bei den Kosten für Kredite spielt die Laufzeit die entscheidende Rolle - wer schneller tilgen kann, spart...
    Nachteile:
    -Sie MÜSSEN Bauen!
    -Sie MÜSSEN dort wohnen!
    -Sie dürfen die geförderte Immo nicht verkaufen oder andersweitig nutzen, also Fungibilität = Nema!*
    -Bei Scheitern der Finanzierung (z.B. Ehescheidung, Jobverlust, unerwartete Kostensteigerung...) können Sie als Nächstes über Selbstmord philosophieren*...
    -Sie haben im Alter zwar eine eigene Hütte, aber dafür keine Cashrente². Zudem werden Sie als Rentner (fiktiv) besteuert.

    *Es ist möglich den Gegenwert bis zur nächsten Steuererklärung in einen anderen Vertrag zu übertragen, aber machen Sie das mal, wenn Sie den Gegenwert faktisch nicht realisieren können, z.B. weil der Immomarkt das zum Ztpkt. nicht hergibt (Spaniensyndrom...) oder Sie beispielsweise bei einem Partnervertrag eine(n) Ex mit rauszahlen müssen...
    Wenn es scheitert, claimt die Steuerbehörde anschließend die Rückerstattung der gesamten Förderung, und zwar auf Einmal...
    ² Viele glauben ja, daß das Leben als Opa billig sei. Das stimmt aber gar nicht: Alte gegenwärtigen erhebliche Ausgaben für bsp.weise Medizin-Services! Also glauben Sie ja nicht, daß Geld im Alter keine oder nur eine untergeordnete Priorität besäße. Oder andersrum: Jemand anderes, der mit seinem Riester und inner gesetzliche Rente anno 2040+ nur wenig rausbekommt, kann halt Wohngeld beantragen (und im Ernstfall Privatinsolvenz machen - PI bei Wohnriestereigenheim: Au Backe!!!)...

    Fazit: Wohnriester lohnt sich für Bauherren, besonders bei guter Produktauswahl³. Aber die Risiken sind gewaltig (außer Sie sind gutbesoldeter Beamter, der am Heimatort hängt und ein oberbescheidenes Frauchen von Weib daheim hat)!

    ³die 1%ige Abschlußgebühr hat noch keine Kasse abgeschafft, aber es gibt Angebote mit guten Konditionen und ohne Kontoführungsgebühr, z.B. Alte Leipziger, um mal ein belastbares Bsp. zu bringen.

    Das andere sind Riestersparer, die ihr Angespartes später in einen sog. Riesterkombikredit überführen. Auch dabei bekommt man die Förderung dann fürderhin auf die Tilgung und es zeichnet sich hier schon ein reger Wettbewerb ab.
    Insbesondere Sparer, die hoffen, mit einem Fondsparplan eine signifikant bessere Rendite zu fahren, können gegebenenfalls bei Aufgehen dieser Theorie somit günstig bauen (wenn die Zinsen für die diese dArlehend ann imer noch günstiger im Vgl. mit dem Restmarkt sind und die Förderung bestehen bleibt.
     
  4. #3 Unregistriert, 16.07.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    richtig ist, dass der WohnRiester sinnvoll ist/sein kann, wenn ein eigenes, selbstgenutztes Objekt angeschafft werden soll (Bauen oder Kaufen).

    Ansonsten malt der Vorschreiber ein dunkles Zenario, was in dieser Härte nicht zutrifft.

    - Wird der ehemals abgeschlossene WohnRiester-Vertrag nicht für diesen _vorgesehenen_ Zweck verwendet, bekommt der Kunde genau wie bei jedem anderen Geld-Riestervertrag später eine monatliche Rente. Die Verzinsung bei den WohnRiester-Verträgen ist natürlich nicht so gut wie bei anderen Geld-Riesterprodukten, aber dafür sind grundsätzlich die Kosten beim WohnRiester geringer, was dies wieder etwas relativiert.

    - Bei einem Verkauf/Aufgabe der Selbstnutzung des Objektes, kommt es darauf an, wann dieser Zeitpunkt ist.
    a) Während der 'aktiven Berufszeit': Wird der Altersvorsorgebetrag nicht in ein neues, selbstgenutztes Objekt oder in einen Geldriester übertragen, sind die erhalten Zulagen und Steuervergünstigungen zurückzuzahlen. Die Rückzahlung ist hier die letzte Instanz. Wenn möglich, zumindest eine Übertragung in ein anderes Geld-Riester-Produkt anstreben!

    b) Während der Rentenzeit: Wird der ..... , ist der verbliebende Restbetrag auf dem WohnFörderkonto in einer Summe, zu dem dann gültigen ESt-Satz (ist der Rentner überhaupt steuerpflichtig?) zu versteuern (nicht zurückzuzahlen). Der Betrag ist in aller Regel gering und sollte locker aus dem Verkaufserlös gezahlt werden können. Handelte es, um mit hohen Summen ranzugehen, z.B. um einen 50.000 WohnRiester-Vertrag und nach einigen Jahren beträgt der Restsaldo z. B. 20.000 Euro, so wären bei einem Steuersatz von 15% 3.000 Euro sofort fällig. Der Verkaufserlös sollte ein Vielfaches davon hergeben.

    c) gerade die, wie vom Vorschreiber genannt, "eigene Hütte" soll dafür sorgen, dass der Rentner keine Miete mehr zahlt, sondern kostenfrei in seinem eigenen Haus wohnt. Dass eine eigene Immobilie etwas mehr Unterhalt etc. als ein gemietetes Objekt kostet, dürfte klar sein. Hierzu einfach auch mal die Mietpreisentwicklungen beachten. Dann noch ein Hinweis zur Versteuerung. Selbstverständlich muss der Rentner sein oben genanntes Wohnförderkonto abwickeln, dass heißt, den Saldo versteuern. Eine GeldRente muss er genau so versteuern. Kein Unterschied! Statt einer monatlichen Geldrente (reicht diese für die Miete ???) wohnt der Rentner mietfrei.

    d) Zu den Kosten habe ich oben bereits etwas geschrieben. Bei einem reinen Kostenvergleich schneiden die WohnRiester-Produkte grundsätzlich am Besten ab. Dafür ist die (Guthaben-)Verzinsung grundsätzlich nicht so gut; ... aber bei der heutigen Zinslage... ?


    Kernaussage:
    Falls jemand mit dem Gedanken spielt ein Riester-Produkt abzuschließen, ist in erster Linie der Verwendungszweck entscheidend!

    a) Wer im Rentenalter eine monatliche Rente, die er versteuern muss, beziehen möchte, sollte eine Geld-Riester-Variante bevorzugen.

    b) Wer sich ein eigenes Objekt anschaffen und bereits heute die Riestervorteile nutzen möchte, sollte ein Wohn-Riester-Produkt (Bausparvertrag) abschließen.


    Achso, im Gegensatz zu den meisten Geld-Riester-Produkten, ist der Wohn-Riester, nämlich die Immobilie, immer voll vererbbar. Ein weiterer Pluspunkt für den WohnRiester, sofern der Verwendungszweck passt.

    VG
     
  5. #4 da_messiah, 16.07.2012
    da_messiah

    da_messiah Gast

    aber selbst wenn das eigene haus etwas mehr unterhalt kostet, wenn man dann die miete mit nebenkosten gegenüberstellt dann zahlt man den mietanteil als hausgeld für etwaige reparaturen/sanierungen. wenn das aber nicht passiert hat man geld auf der hohen kante. perfekt also.
     
  6. #5 Unregistriert, 16.07.2012
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Dumm nur,

    wenn die Leute folgendermaßen rechnen:
    "Das gesparte Mietgeld ist die Zinstilgung!"
    Dann gibt es nämlich NICHT die obligatorischen Rücklagen für die Sanierung, die mind. 2€/m²-monatlich ausmachen sollen.
    In der BRD gibt es aktuell viele alte Menschen, die ein marodes Haus besitzen, aber kein Geld haben, um es richten zu lassen. Z.B. den Fall, Sie bauen/kaufen mit 30 ein Objekt, das OK ist: Es kann dann als sicher gelten, daß dieses Gemäuer, wenn Sie erst mal 80 sind, stark sanierungsbedürftig sein wird, denn das waren dann satte 50 Winter (und die Glutsonne kann auch die Substanz angreifen...).
    Es gibt inzwischen solche Stiftungen, denen man sein Haus vermachen kann, während man selbst lebenslanges Wohnrecht behält. Dazu verpflichtet sich die Stiftung, das Haus zu richten. Nachher, wenn Sie tot sind, gehört das Objekt aber Denen (und das rechnet sich für Die, weil wenn man erst mal 80 ist, dauert es meist nicht mehr so lange...).
    Diese Art von Geschäft floriert und das zeigt, wie groß die Problematik >Hausunterhalt bei Rente< gesamtgesellschaftlich ist!
    Riester ist eigentlich eingeführt worden, um die knapp werdende Cash-Rente aufzubessern. Bedenken Sie also, daß die Barmittel eines Wohnriestersparers im Rentenbezug NICHT gestützt wird. Dies stellt eine Verschärfung der Finanzierungssituation dar!
    Zumal es so ist, daß arme Rentner, die in Miete wohnen, wohngeldberechtigt sind. Wie wollen Sie jedoch ihr 50Jahr altes Dach flicken, wenn Sie z.B. gerade gezwungen waren, Grundrente zu beantragen???
    Bedenken Sie bitte auch, daß die Lebenhaltungskosten mit dem Älterwerden stark steigen: Es sind vor allem die Ausgaben für Gesundheitsservices, die massiv zu Buche schlagen!
    Sie sind jung und dynamisch? Gut für Sie, aber sie haben vielleicht keine Ahnung davon, was im Alter alles zwicken kann.
    Eines ist auch sicher: Das Gesundheitswesen wird garantiert nicht billiger...
    Die Hausnebenkosten steigen auch dauernd an. Das Neueste jetzt gerade ist z.B., daß die Hausbesitzer für die Versiegelungsfläche auf ihrem Grundstück zahlen müssen; den Raum also, auf dem kein Regenwasser versickern kann...
    Das Thema Umwelt macht es, daß an Sie als Grundeigentümer bald im Takt weniger Jahre neue (letzlich monetäre) Anforderungen gestellt werden!
    Glauben Sie also bloß nicht, daß Sie mit der Einstellung >"na und, dann verfällt mein Haus halt ein bisschen, werde mich schon anpassen und irgendwie durchkommen"< sehr weit kommen werden.

    Bitte, Wohnrieter scheitert nicht in jedem Fall - es gibt auch wohlhabende Haushalte. Aber ich warne vor einer zu blauäugigen Herangehensweise! Rechnen Sie bitte sauber und mit offenem Ausgang...
    Sie müssen in jedem Fall nebenher ausreichend flüssig bleiben. Lange Kreditlinien sind gefährlich, weil sie viel Geld kosten! Schützen Sie sich vor unflexiblen Kreditverträgen! Schauen Sie danach, daß die Eigenkapitalquote beim Kauf nicht unter 40% der Gesamtkosten liegt!
    Bedenken, Sie daß in städtischen Räumen bereits 2 von 3 Ehen scheitern. Neu ist, daß sich auch immer mehr Ältere scheiden lassen (Altergruppe 50-60Jährige aktuell).
    Häuser sind wie kleine Kinder - sie kosten Geld, auch nach dem Babyalter!
    Glauben Sie nicht, daß Sie es geschafft haben, sobald Richtfest ist - das Haus gehört dann
    nicht Ihnen, sondern der Bank! Die ganzen Räumungen, Zwangsversteigerungen und "Ihre Bank bietet an: wunderschönes Einfamilienhaus in ruhiger Lage..." beweisen es! Es dauert lange, bis das Haus nicht mehr der Bank gehört - Schlafen Sie ruhig bis zu dem (fernen) Tag!
     
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  8. #6 Antworter, 16.07.2012
    Antworter

    Antworter Gast

    Aussage Vorschreiber: "Das gesparte Mietgeld ist die Zinstilgung!"
    Im Rentenalter gibt es bis auf die Versteuerung des WohnFörderkontos keinerlei Zahlungsverpflichtungen für den WohnRiester. Das ehemalige WohnRiester-Darlehen ist getilgt. Insofern passt diese Aussage nicht.



    Aussage Vorschreiber: "Bitte, Wohnrieter scheitert nicht in jedem Fall - es gibt auch wohlhabende Haushalte."
    Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun. Viel Blabla von Ihnen! Ist der "Riestersparer", nach ihren Aussagen, nicht wohlhabend, muss er sehr wahrscheinlich im nicht einmal das WohnFörderKonto versteuern.


    Es geht mir nicht darum WohnRiesterProduke schön zu reden, aber die Fakten sollten beachtet werden.
     
  9. filio

    filio Neuer Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    ja das mit der Riester rente ist mir auch so ein dorn im auge. ständig nervt mich mein bankberater ich solle einen vertrag zur wohn riester rente abschließen. aber irgendwie hab ich immer das gefühl als würde er mcih abzocken wollen. ich hab mich jetzt mal im internet schlau gemacht und hab verschiedene Versicherungen miteinander verglichen. auf https://1blick.de/wohn-riester-vergleich geht das sehr gut, weil das kein versicherungsanbieter ist, sonder eine neutrale seite in der man alle versicherungen vergleichen kann. ist echt hilfreich und informativ

    mfg
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