Wirtschaftskrise und Baufinanzierung

Dieses Thema im Forum "Rund um Baufinanzierung" wurde erstellt von Zinser, 15.11.2011.

  1. Zinser

    Zinser Gast

    Hallo Zusammen,

    wir sind ja seid einigen Monaten nun aus der Wirtschaftskrise raus und nun scheint alles wieder auf den grünen Bereich zu liegen.

    Auch die Baufinanzierung scheint davon betroffen zu sein den BAudarlehen oder Immobiliendarlehen erhält man heute zu richtig niedrigen Zinsen.

    Ich habe nämlich 2004 ein Darlehen mit 5 und 5,5 % aufgenommen und heute liegen die Zinsen schon bei 3-4%

    Das ist schon ein großer Unterschied denke ich.

    Jetzt ist mir aber noch nicht so klar geworden warum die Zinsen nach einer Krise gesunken sind. Sollten die Zinsen normalerweise nicht steigen?

    Gehen die Zinsen bei einer Wirtschaftskrise oder danach nicht hoch?

    Kann mir das jemand vielleicht kurz erklären?

    Möchte gerne mal wissen, warum das so ist. :)

    Zinser
     
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  3. marco

    marco Erfahrener Benutzer

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    409
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Zinser,

    die Zinsen für Baufinanzierung sind derzeit so günstig wie noch nie.

    Das ist eine Behauptung die für mich jedoch in der Luft liegt.

    Denn die günstigen Konditionen werden letztendlich aber leider nicht an den Kunden nicht weiter gegeben.

    Die Banken ziehen den Kunden quasi übers Tisch. Obwohl die 10 Jahreszinsen in der Grundkonditionen derzeit unter 3% liegen kommt man als Kunde ganz schnell an die 4,5% oder darüber.

    Dies liegt daran, dass die Banken unter dem Vorwand, das Risiko sie bei dem Kunden zu hoch, die Zinsen ganz schnell nach oben ziehen.

    Es gibt ja die Unterscheidung der Vollfinanzierung und der erstrangigen Finanzierung mit 60 bzw. 80% des Beleihungswertes.

    Angenommen du kaufst dir eine Immobilie für 300.000€ Verkehrswert.

    Die Bank geht hin und macht ein eigenes Gutachten und zieht den Wert des Objektes aus unerklärlichen Gründen nach unten.

    Diese Reduzierung kann bis 25% des tatsächlichen Wertes betragen.

    In deinem Fall ist dein Objekt dann für die Bank keine 300.000€, sondern nur 225.000€ Wert.

    Dann sagt die Bank, dass sie einen Beleihungswert bilden müsse und der Beträgt in der Regel 89% des von der Bank ermittelten Wertes der Immobilie.

    Dann kommt die Bank auf einen Wert von rund 200.000€. Die Immobilie aber kaufst du noch immer für 300.000€.

    Hinzu kommen, je nach der Situation, ob du sie über einen Makler kaufst oder nicht bis zu10% Kaufnebenkosten.

    Dann kostet dich die Immobilie runde 330.000€. Die Bank sagt zu dir, dass sie nur 200.000€ finanzieren kann.

    Von den 200.000€ sagt dir die Bank, dass sie 60% erstrangig finanziert und für diese 60% sprich 120.000€ erhälst du die so günstigen Zinsen von 2,8%.

    Für die restlichen 80.000€ bekommst du einen zweitrangigen Kredit mit bis zu 50% erhöhten Zinsaufschlägen.

    Dabei könnten die Zinsen bei weit mehr als 4% liegen. Dies hängt von deiner Bonität ab.

    Dann hast du noch 140.000€ die du brauchst.

    Die Bank sagt zu dir, dass du entweder 20% Eigenkapital aufbringen musst oder die restliche Summe für einen noch erhöhten Zinssatz von ihr als Darlehen mit erhöhtem Risiko bekommen könntest, falls deine Bonität dies zulasse.

    Wenn du alles zusammenrechnest dann liegst für das ganze Darlehen locker über 4,5%.

    Als nichts mit günstige Zinsen. Die Banken haben auch noch Rückendeckung von der Bankaufsichtsbehörde.

    Diese schreiben sogar der Bank vor, dass sie so vorgehen sollen.

    Das ganze aber sagt auch, dass man mit der Bank gut verhandeln muss. Oder möglichst viel Eigenkapital aufbringen muss.:p

    Gruß
     
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